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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 15:09 Uhr

Adventskalender : Heute: Weihnachten im Tierheim

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tiergottesdienst und Bescherung: „Frohes Fest“ gilt auch im Tierheim. Als Weihnachtsgeschenke werden die Hunde und Katzen aber nicht vermittelt.

shz.de von
erstellt am 16.12.2013 | 00:00 Uhr

Ahrenshöft | „Ich möchte so gerne einen Hund!“ Wie viele Kinder haben diesen Weihnachtswunsch wohl schon ausgesprochen! Aber die Anschaffung eines Haustieres soll gut überlegt sein. Und so gerne Tierheime ihre gefiederten und befellten Bewohner in gute Hände vermitteln – in der Zeit rund um Weihnachten tun die meisten es nicht. Die Tiere verbringen diese Zeit im Heim, aber auch ihnen wird Weihnachtliches geboten. In den Einrichtungen im nordfriesischen Ahrenshöft und in Kiel zum Beispiel gab es am Adventssonntag Bescherungen.

In Kiel wird parallel dazu auch ein Tiergottesdienst gefeiert. „Das ist die schönste Veranstaltung im ganzen Jahr“, schwärmt Mitarbeiterin Christiane Hauschildt. Der Tannenbaum wurde bereits am Donnerstag geschmückt, die Geschenke liegen gut verpackt bereit. In Ahrenshöft gibt es, schließlich ist Bescherung, ebenfalls Geschenke. Auf der Wunschliste des Heims stehen Katzenstreu, reflektierende Leinen und Warnwesten für die Gassigeher – und natürlich Leckerli für Katzen, Hunde und alle anderen Tiere.

Wer zurzeit im Tierheim wohnt, hat erst im neuen Jahr wieder eine Chance auf Umzug in ein neues Zuhause. Grund für den Vermittlungsstopp, den sich die meisten Tierheime im Norden selbst verordnen: Weihnachten sei in den Familien in der Regel eine unruhige Zeit, „eine Ausnahmesituation“, sagt Christiane Hauschildt. Nicht der passende Moment zum entspannten Eingewöhnen von Katze, Hamster, Hund und Co., für die ein Ortswechsel, so erstrebenswert er sein mag, auch Stress bedeutet.

Als Weihnachtsgeschenke eignen sich Tiere einfach nicht, meint auch der Deutsche Tierschutzbund, der den ihm angeschlossenen Heimen einen solches Vermittlungsmoratorium empfiehlt: „Die Aufnahme eines Tieres in den Haushalt ist eine große Verpflichtung. Jedes Haustier hat eigene, artspezifische Bedürfnisse an die Haltung, die den Besitzer neben Geld auch jede Menge Zeit kosten. Diese Fakten machen Haustiere zu denkbar ungeeigneten Geschenken“, so Sprecherin Caterina Mülhausen. Die traurige Erfahrung zeige, dass viele verschenkte Tiere nach der anfänglichen Euphorie wieder im Heim landen.

Die tierischen Heimbewohner und ihre Betreuer verbringen Weihnachten darum gemeinsam und ganz besinnlich. In Kiel bringen die Gassigeher an Heiligabend in viel Zeitungspapier eingewickelte Geschenke für ihre Lieblinge vorbei, die diese selbst auspacken dürfen, berichtet Christiane Hauschildt. Über die Feiertage herrscht dann Weihnachtsruhe: Für Besucher bleiben die Türen geschlossen.

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