Hertie: Die Nebengebäude sind verschwunden

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31. Oktober 2014, 12:30 Uhr

Tag 5 bei den Abrissarbeiten des ehemaligen Karstadt/Hertie-Gebäudes: Langsam arbeitet sich der Bagger in Richtung Haupthaus vor. Die Gebäude auf dem hinteren Teil des Grundstückes in Richtung Café Kö gibt es nicht mehr. „Damit von hier aus die Lkw freie Zufahrt auf das Gelände haben“, erklärt Vorarbeiter Peter Sörensen. Gemeinsam mit Baggerfahrer Stefan Clausen, beide von der Firma Balzersen in Harrislee, hat er alle Hände voll zu tun – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Trotz Maschinenpower: Beim Sortieren der Rohstoffe müssen die beiden Männer häufig selber mit anpacken. Holz, Metall, Schutt, alles wird sorgfältig getrennt. Vorsichtig setzt Stefan Clausen den Greifer ein, sodass die Arbeiten manchmal ein wenig an ein Sezieren erinnern. Der Abriss verläuft nach Plan. „Es gibt keine Probleme, alles ist überschaubar, aber eben alt“, sagt Stefan Clausen. „Bei den Abbrucharbeiten am Dach haben wir noch einen alten Lieferschein für eine Krawatte zum Preis von 3 DM gefunden“, berichtet Peter Sörensen. „Er stammte vom 7. September 1953.“

Gegen 13 Uhr fällt die Mauer des Nebengebäudes am Weg zwischen Fleischerei und Optiker geplant krachend in sich zusammen (Foto). „Hier war früher bei Karstadt und Hertie die Abteilung für die Bekleidung untergebracht“, sagt Peter Sörensen. Frei wird nun ein ungehinderter Blick direkt zum „Kö“, den es so lange nicht mehr gegeben hat. In der kommenden Tagen wird es noch einmal spannend. Dann ist das Vorderhaus in der Hauptstraße an der Reihe.

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