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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 07:25 Uhr

Heiteres Verwirrspiel in Sprakebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Turbulenter Einakter „Marlies warrt tähmt“ der Theatergruppe Sprakebüll in Paulsens Gasthof

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 10:29 Uhr

„Marlies warrt tähmt“, so lautet ein von Fritz Klein-Harjes verfasster Schwank, den die Theatergruppe Sprakebüll in monatelanger Arbeit einstudiert hat, um ihn beim örtlichen Feuerwehrfest 2015 aufzuführen und später noch bei anderen Gelegenheiten in benachbarten Dörfern zum Besten zu geben.

Kürzlich fand in Paulsens Gasthof die öffentliche Generalprobe des turbulenten Einakters statt. Zu dieser fanden sich gut 80 Zuschauer ein, die alle ihren Spaß hatten. Unter ihnen befanden sich auch die uniformierten Mädchen und Jungen der eingeladenen Jugendfeuerwehr Achtrup. Als Spielleiterin und Inhaberin der Titelrolle hieß Maike Pleger das erwartungsvoll versammelte Publikum willkommen, unter dem sich Gäste aller Altersgruppen befanden: von kleinen Kindern bis hin zu Großeltern. Als der Vorhang sich hob, gab er den Blick auf ein gepflegtes, gemütliches Wohn- und Esszimmer einer Familie frei, die eine gut gehende, fabrikähnliche Bäckerei betreibt. Weniger behaglich dagegen ist zu Beginn der Handlung die im Raum herrschende Stimmung. Die Köchin Lisa (Annette Christiansen) beklagt ihre als ungerecht empfundene Kündigung, die ihre resolute Hausherrin Marlies in ruppigem Ton ausgesprochen hat, weil sie (Lisa) ein Mittagessen hatte anbrennen lassen, als ihr Freund Samuel (Reiner Jacobsen) bei ihr zu Besuch weilte. Als dieser seiner Freundin jetzt zu Hilfe kommen will, staucht Marlies auch ihn lautstark zusammen und verfrachtet ihn in eine Abstellkammer. Fabrikant Jochen (Hans-Richard Schwarz), der als Ehemann der herrschsüchtigen Marlies in allen Konfliktsituationen klein beigibt, gelingt es ebenfalls nicht, seine Frau zur Zurücknahme der Kündigung zu bewegen. Für erhebliche Aufregung sorgt der Auftritt des neuen Dorfkonditors Rainer (Peter Chr. Petersen), der sich mit Leidenschaft um die Gunst der verblüfften Marlies bewirbt, nicht ahnend, dass diese in Wahrheit Franziska, die Mutter des Mädchens ist, das er am liebsten sofort heiraten möchte.

Die Tochter (Birgit Jacobsen) hatte sich bei ihrem ersten Date mit Rainer vorsichtshalber unter dem Namen ihrer Mutter vorgestellt, weil sie ihrem Gegenüber erst einmal hatte „auf den Zahn fühlen“ wollen. Nun muss sie erleben, welche dramatischen Folgen ihre Flunkerei mit sich bringt. Mutter Marlies ist vom Charme des Konditors so beeindruckt, dass sie – auf Anhieb verblüffend „zahm“ – sich ihm hemmungslos aufdrängt, so dass auch ihrem Ehemann der Kragen platzt und er endlich einmal „auf den Tisch haut“. Rainer ist verstört, Mutter Marlies beschämt, bis Franzi reumütig mit der Wahrheit herausrückt und ihren geliebten Freund in den Arm nimmt. Auch Lisas töffeliger Freund „Sami“ aus der Abstellkammer findet sich wieder im Wohnzimmer ein. Wie es den Akteuren am Ende gelingt, die Wogen wieder zu glätten und für ein allgemeines Happyend zu sorgen, soll noch nicht verraten werden.

Als Souffleuse („Toopuster“) war Jasmin Liedke nur mäßig gefordert. „Bis zur Premiere haben alle Spielerinnen und Spieler ihre Texte sicher drauf,“ ist sie sich sicher.


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