zur Navigation springen

Plattdeutscher Ring : Heiteres Gnadenbrot für Kunigunde

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Plattdeutsche Ring startet am kommenden Freitag mit einem komödiantischen Dreiakter in die Theatersaison

Auf der Bühne des Festsaales der Nordsee Akademie Leck wird zurzeit intensiv geprobt: Die Spieler und Techniker der von der Abendvolkshochschule Leck getragenen Bühne „Plattdeutscher Ring“ bereiten die mit Spannung erwartete Premiere ihres diesjährigen Theaterstücks „Kunigunde dörf nich starben“ vor, die am kommenden Freitag, 28. Februar, um 20 Uhr stattfinden wird.

Der lustige Dreiakter wurde von Herbert Hollitzer in hochdeutscher Sprache verfasst und von Matthias Hahn ins Plattdeutsche übertragen. „Es handelt sich nicht gerade um einen Klassiker, wie man ihn vom Ohnsorg Theater her kennt, aber um ein Stück, das gut in die heutige Zeit passt,“ so kommentierte Joachim Jahnke als Regisseur des Spiels dessen turbulente Handlung.

Diese lehrt, dass man vor dem Kauf einer Immobilie alle rechtlichen Voraussetzungen gut überprüfen und dabei nichts übersehen sollte. Sonst könnte es einem ergehen wie dem Ehepaar Kellermann, das bei einem besonders günstig erscheinenden Angebot eines alten Bauernhofs sofort zugreift und dabei nicht gewahr wird, dass die Magd über ein lebenslanges Wohnrecht verfügt und ihrem geerbten Hausschwein Kunigunde das Gnadenbrot gewährt.

Dies jedoch steht den Plänen des neuen Eigentümerehepaars stark entgegen, denn dieses hat vor, nach aufwendigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen aus den alten Gemäuern ein Refugium für ein idyllisches Leben auf dem Lande zu schaffen. Nun wollen sie mit Hilfe eines Rechtsanwaltes die Magd und sämtliches noch auf dem Hof befindliche „Viehzeug“ aus dem Verkehr ziehen, stoßen dabei jedoch auf heftigen Widerstand. Bei diesen wird die Magd durch ihre Nichte und einen guten Bekannten tatkräftig unterstützt. Wie der heftige „Kampf auf Hauen und Stechen“ endet, soll vorab nicht verraten werden.

Das Team der Darsteller weist gegenüber dem der Vorjahre in Person von Finja Petersen, Thomas Jessen und Peter M. Nissen drei Neuzugänge auf. Zudem wurde Joachim Jahnke nach 15-jähriger Pause reaktiviert und mit der Regie betraut. Als „alte Hasen“ wirken mit: Brigitta Steensen, Rita Gummelt, Dirk Lebeck sowie die Spielleiterin und Souffleuse Asta Steensen. Für das Bühnenbild zeichnet der altbewährte Stephan Ostrinsky verantwortlich. Die Aufgabe der Maskenbildnerin übernahm Katie Niemeyer. Um das Funktionieren der Technik und die Multimedia-Einsätze kümmern sich Heinrich Breckling und Olaf Arps.

Platzkarten sind bei „Nelis Schmökerecke“ in der Sparkassen-Passage (Hauptstraße 51) zum Preis von fünf Euro zu haben. Das Geld wird am Tage der Theateraufführung erstattet, es sei denn, es wird der Bühne als Beitrag zu den Betriebskosten gespendet.

Als Leiter des Zentrums für Niederdeutsch in Leck merkte Ingwer Oldsen zu dem Theaterprojekt an: „Plattdüütsch is en ganz wichtige Deel vun unse regionale Kultur un is immer ok en Stück Tohuus. Ik wünsch de Plattdüütsche Ring ganz grote Erfolg.“

 

 


Termine: Neben der Premiere am kommenden Freitag sind im März neun weitere Aufführungstermine festgesetzt. Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr in der Aula der Nordsee Akademie: am Dienstag, 4. März; Donnerstag, 6. März; Sonnabend, 8. März; Dienstag, 11. März; Donnerstag, 13. März.; Sonnabend, 15. März; Dienstag, 18. März; Donnerstag, 20. März und Freitag, 21. März.

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 25.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen