Heimatverein sucht neuen Vorsitzenden

Geschenk für die Friesen: Die Teller stammen aus der Wandtellersammlung des Hofes Dyenswarft, der 1963 abbrannte.
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Geschenk für die Friesen: Die Teller stammen aus der Wandtellersammlung des Hofes Dyenswarft, der 1963 abbrannte.

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03. März 2017, 17:48 Uhr

Der Nordfriesische Heimatverein Dagebüll ist weiterhin auf der Suche nach einem Vorsitzenden. Aus dem Kreis der annähernd 100 Mitglieder hat sich niemand bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen. So bleibt es auch für das kommende Jahre dabei, dass dieses Amt vakant ist und vom zweiten Vorsitzenden Hans Otto Meier ausgeübt wird.

Der Vize erstattete den 41 Mitgliedern im vollbesetzten Café Peterswarft den Jahresbericht. Um die friesische Muttersprache ging es bei einem Besuch des Frasch Klüüs im Andersen-Haus. Auf das Theaterspiel folgte Klönschnack mit Kaffee und Kuchen. In Waygaard wurde wie gewohnt der Maibaum aufgestellt, verbunden mit einem anschließenden Beisammensein. Der „kleine Heimatabend“ wurde im Gemeindehaus Hans Momsen abgehalten. Alle Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, berichtete Meier. Die bei einer Generalversammlung üblichen Regularien waren schnell abgewickelt. Nachdem die Suche nach einem Vereinsvorsitzenden vergeblich blieb, gingen weitere Wahlen vonstatten. So wurden die Beiratsmitglieder Kurt Hinrichsen, Horst Schöne und Hans Jürgen Ingwersen in ihren Ämtern durch einstimmige Wiederwahl bestätigt.

Für dieses Jahr kündigte Hans Otto Meier an, dass die Gemeindechronik fortgeführt wird. Im vergangenen Jahr standen dabei die Themen Handel, Handwerk, Gastronomie, das Dorf Dagebüll und die St. Dionysius-Kirche an. In den kommenden Monaten kommen Fahretoft, Waygaard, die Natur, besondere Ereignisse und der Themenkomplex Watt, Vorland, Deiche an die Reihe und sollen die Chronik komplett machen.

Eine Überraschung gab es auch: Als Gäste der Jahresversammlung waren Bettina Cabus-Drenske und deren Tochter gekommen und übergaben dem Heimatverein vier Exponate aus der großen Wandtellersammlung von Hof Dyenswarft, der 1963 abbrannte. Die Familie des dem Vernehmen nach größten Hofes von Dagebüll demonstrierte ihren Reichtum unter anderem durch eine wertvolle Wandtellersammlung. Wann und wo sie zu sehen sein werden, darüber wird im Heimatverein noch gerätselt.

Bei der Spenderin handelt es sich um eine Urenkelin des Hofbesitzers Heme Jensen. Die Teller stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und sind – wenn man so will – stumme Zeitzeugen des Landmessers, Mathematikers und Sternenguckers Hans Momsen. Ein musikalisches Schmankerl gab es bei der JHV auch noch. Thora Kahl sang mit ihren beiden Töchtern Lieder zur Gitarre. Zum Abschluss tischten Piet und Anke Christiansen echten friesischen „Grainküülj“ .

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