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Rekord in der Stadtbücherei : Hauptmedium bleibt das Buch

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Stadtbücherei meldet mit 190 401 Entleihungen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 16:38 Uhr

Die Stadtbücherei meldet mit 190  401 Entleihungen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord. Damit wurde die bisherige Bestmarke von 2011 um 5400 Entleihungen übertroffen, berichtet Büchereichef Ronald Steiner. Die Bücherei hat ihren Dienst am Montag nach einer kurzen Weihnachts-/Neujahrpause aufgenommen, die Mitarbeiter stehen ihren Kunden aus Stadt und Land wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Kunden der Bücherei – das sind zurzeit 2810 aktive Leser, je zur Hälfte Niebüller und Bürger aus dem Umland. Ihnen stehen in der Stadtbücherei heute 4100 Medien zur Verfügung, in der Hauptsache immer noch Bücher, obwohl sich dem Buch nach und nach immer wieder neue Medien dazu gesellt haben wie Konsolenspiele, CDs, DVDs sowie Bilder aus der büchereieigenen Artothek.

Die Zahl der Entleihungen hat sich im Laufe der Zeit ständig erhöht. 1982 waren es 51  986 und 1989 nach dem Umzug von der Marktstraße in die Hauptstraße 46 in den ehemaligen Bökingharder Hof (davor Thamsen’s Gasthof/Hotel Lange) erstmals über 100  000 Entleihungen. Nach Einführung der EDV setzte sich der Anstieg weiter fort. Der Anstieg der Entleihziffern verläuft etwa parallel zur Entwicklung der Niebüller Einwohnerzahl: Die Bücherei steuert auf 200  000 Entleihungen zu, die Stadt auf 10  000 Einwohner. Jüngstes Medium ist die „Onleihe“, bei der der Leser statt des Buches das „e-book“ in die Hand nimmt, vom dem im vergangenen Jahr 6000 Exemplare über den virtuellen Tresen gingen. Kern blieb jedoch weiterhin das Buch. Daran konnten auch die etwa 58  000 „Non-Book-Medien“ nichts ändern.

Zuweilen gingen wiederum Anspruch und Interesse der Leser über das hinaus, was die Bücherei zu bieten hatte. Um besonderen Anforderungen zu genügen, wurden 1573 Bücher von anderen Büchereien besorgt. Umgekehrt verlieh die Niebüller Bücherei 1352 Bücher nach auswärts. Neu in den Bestand wurden 3091 Medien aufgenommen – und 2963 veraltete und zerlesene „Schwarten“ aus dem Bestand entfernt. Die Stadtbücherei profitiert insofern von ihrer Zugehörigkeit zur Büchereizentrale des Landes, als sie wie jede andere Bücherei nicht alles, was gewünscht wird, im Regal hat. Wie gesagt: Hauptmedium bleibt das Buch, das zuweilen in den wissenschaftlichen Leihverkehr eingebunden ist. Wichtigstes Buch in Stadtbücherei ist und bleibt das „Buch der Bücher“ – die Bibel. Ihr gut erhaltener Zustand verrät freilich, dass sie nicht sehr oft entliehen wird. Das gilt aber auch für eine Reihe von Klassikern – die von Dichterfürsten inbegriffen.

Die Bestsellerliste wechselt ständig. Der Buchreport des „Spiegel“ lässt Jojo Moyes „Ein ganz neues Leben“, Dörte Hansens „Altes Land“ oder Sebastian Fitzeks „Joshuas Profil“ weit oben rangieren. Bei der Sachbüchern und Biografien sind Peter Scholl-Latour (Mein Leben) und Henning Mankells „Treibsand“ ziemlich weit oben zu finden. Die Junioren lieben nach wie vor „Gregs Tagebücher“. Wer gerne in der Küche werkelt oder gar strickt, findet auch eine stattliche Auswahl von Kochbüchern und Strickanleitungen. Wer noch nicht liest, für den schwappt ab dem 12. Januar wieder die „Lesewelle“ durch die Bücherei.

Auch „sonst“ war wieder einiges los in der Bücherei. Wolfgang Welter faszinierte mit seiner wunderbar glasklaren Stimmer, Jochen Missfeldt und Friedel Anderson waren gemeinsam zu Gast, Manfred Degen schwadronierte aus Richtung Sylt und August, das starke Puppentheater“, unterhielt die Kinder mit Pettersson und Findus. Außerdem lasen die alte und neue Lammkönigin, liefen die Ausstellungen von Karl Hartung und Hans Plutta sowie vom Geschichtsverein über die Nazizeit. Womit die Stadtbücherei sich einmal mehr als Kulturzentrum inmitten einer lebendigen Stadt präsentierte.

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