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13. OsterhasenalaRM : Hasen werden 1000 Eier weniger verteilen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüll setzt auf fair gehandelte Süßigkeiten und bewährtes Programm – ein paar Hasenkostüme gibt es noch.

Riesige Plüschhasen, die bunte Eier verteilen – am Ostersonnabend, 26. März, ist es wieder so weit. Dann heißt es in Niebüll zum 13. Mal: Osterhasenalarm! Viele Besucher kommen extra zu diesem Anlass in der Stadt, um sich ab 10 Uhr morgens von kostümierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Eier und Süßigkeiten beschenken zu lassen. Statt 6000 Eiern werden diesmal aber nur 5000 unter die Leute gebracht.

„Am liebsten hätte ich Bio-Eier aus der Region. Aber die bekomme ich fertig gekocht und gefärbt nicht in der benötigten Menge“, sagt Holger Heinke vom Stadtmarketing. „Deswegen haben wir die Zahl der Eier ein bisschen reduziert.“ Niebüll will schließlich Fairtrade-Stadt werden. Hemmungsloser Massenkonsum würde nicht zu diesem Vorhaben passen. Deshalb soll es diesmal fair gehandelte Süßigkeiten geben. Und wenn jeder nur ein Ei nimmt, dürfte die Menge immer noch ausreichen, damit niemand enttäuscht nach Hause gehen muss.

In der ganzen Stadt werden die kostümierten Eierverteiler wieder in kleinen Gruppen unterwegs sein. Auch Senioren in Wohnheimen und Menschen im Krankenhaus bekommen Besuch von den Freiwilligen. In der Hauptstraße können Kinder unter dem Motto „Schlag den Hasen“ mit den Kostümierten spielen. Auf einem Teilnahmezettel gibt es dafür Stempel, mit denen die Kinder an einer Verlosung teilnehmen dürfen. Die beginnt um 12.15 Uhr auf einer Bühne auf dem Rathausplatz. Erster Preis: zwei Golddukaten im Gesamtwert von 50 Euro. Außerdem tritt die Band „Jazz oder nie“ aus Kappeln auf. Und gegen halb eins kann noch ein Gruppenfoto mit den Hasen geknipst werden.

Das Friesencenter in Niebüll nimmt – nach dem Eigentümerwechsel – in diesem Jahr nicht mehr am Osterhasenalarm teil. Das „Eier-Aquarium“, dessen Füllmenge in den vergangenen Jahren stets Anlass für Schätz-Wettbewerbe war, ist also erst mal Geschichte.

6000 Euro lässt sich das Stadtmarketing die Veranstaltung kosten – immerhin ein Viertel des Jahresetats. „Wir müssen einen Antrag auf Sondernutzung der Flächen beim Amt Südtondern stellen. Die Band, Eier, Naschis, Werbung und Moderation kosten auch Geld.“ Die Investition lohne sich, sagt Heinke: „Die Stadt ist voll, die Veranstaltung unheimlich beliebt. Obwohl das Ostergeschäft zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon gelaufen ist, profitieren davon natürlich auch die Geschäfte.“ Der Osterhasenalarm gehöre zu Niebüll wie das Hauptstraßenvergnügen und der Weihnachtsmarkt.

Wer selber mal in ein Hasenkostüm schlüpfen will, hat übrigens noch die Chance dazu: „Bislang hatten wir immer Wartelisten, in diesem Jahr gibt es zum ersten Mal noch freie Kostüme“, sagt Heinke. Ein Grund dafür sei, dass es in den vergangenen Jahren immer mehr Teilnehmer im Alter zwischen 8 und 14 Jahren gebe. Am Anfang seien ausschließlich Erwachsene dabei gewesen. Deswegen habe man noch einige große Kostüme zur Verfügung. Probleme erwartet Heinke aber nicht: „Wir setzen mindestens 75 Hasen ein. Das passt, schließlich soll auch jeder genug zu tun haben.“ Nachzügler könnten sich aber noch beim Stadtmarketing melden (04661/601710).

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erstellt am 15.Mär.2016 | 07:00 Uhr

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