zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

23. November 2017 | 23:31 Uhr

Harmonie der beiden Klangkörper

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Joyful Voices und der 1. Harmonika Club Niebüll gaben ein gemeinsames und gut besuchtes Konzert in der Niebüller Christuskirche

Am Sonntagabend war die Christuskirche in Niebüll gut gefüllt. Mehr noch: Es mussten Stühle und Hocker dazugestellt werden, damit alle Zuhörer Platz fanden. Sogar auf dem Aufgang zum Dachboden hatten sich Musikinteressierte niedergelassen. Sie alle waren gekommen, um ein gemeinsames Konzert zu erleben – und zwar von „Joyful Voices“, dem Chor aus Emmelsbüll unter der Leitung von Birgit Deussing und dem 1. Orchester des „Harmonika-Clubs Niebüll“ unter der Stabführung von Martin Gehrke.

Zu Beginn präsentierten beide Klangkörper gemeinsam das Spiritual „Every time I feel the spirit“ und sorgten damit sofort für Stimmung. Fortgeführt wurde das Programm von dem Akkordeonorchester mit dem „Großen Tor von Kiev“ aus den Bildern einer Ausstellung von Modest Mussorgski. Ruhiger ging es dann weiter mit dem Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Als drittes folgte ein Ohrwurm, das „Memory“ aus dem Musical „Cats“. Der nächste Konzertblock wurde vom Chor dargeboten. Die Gospels „Down in the river to pray“ und „He`s got the power of the world in his hands“ gehörten zu den traditionellen Songs, während zwei weitere Lieder in Suaheli, der Sprache Tansanias, das Publikum nach Afrika entführten. Die Sängerinnen und Sänger, die von Klavier, Gitarre und Percussion begleitet wurden, boten saubere Intonation, eine schwungvolle Choreografie und originelle Einfälle wie das Imitieren von Tierstimmen im Dschungel.

Nach der Pause eröffneten Chor und Orchester gemeinsam die zweite Konzerthälfte mit dem „Adiemus“ von Karl Jenkins. Gefolgt von dem Akkordeonorchester, das mit „Biscaya“ an den kürzlich verstorbenen Bandleader James Last gedachte. Mit „Maracaibo“, einer Hommage an die Millionenstadt in Venezuela, zeigte sich das Orchester dann von seiner temperamentvollen Seite. „Joyful Voices“ erfüllte sich einen langgehegten Wunsch und sang „Thank you for the music“ von ABBA. Danach folgte ein Medley von „Motown-Songs“, dem Plattenlabel aus Detroit, das unter anderem Künstler wie Michael Jackson oder Steve Wonder unter Vertrag hatte. Alle Strophen der insgesamt sieben Songs wurden von Solisten vortragen. Den Abschluss des Konzertes bestritten Chor und Orchester wieder gemeinsam mit Songs der „Bee Gees“.

Einmal mehr begeisterten die rund 80 Musiker mit Können und Ausstrahlung, und das Publikum dankte es ihnen mit stehenden Ovationen. Nach einer Zugabe war wohl jedem Gast in der Kirche klar: Das war gewiss nicht die letzte Zusammenarbeit zwischen den beiden Klangkörpern.  


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen