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Nordfriesland Tageblatt

20. September 2017 | 20:24 Uhr

Hand in Hand für die Verbundenheit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Noch freie Plätze: Nachdem 2015 Puttener für die Freundschaft liefen, organisiert die Kirchengemeinde Ladelund jetzt einen Gegenbesuch per Bus

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erstellt am 11.Mai.2016 | 11:59 Uhr

Der nachhaltige Erfolg des „Putten-Ladelund-Laufs“ hat die Kirchengemeinde Ladelund zu einem Gegenbesuch motiviert. Dieser soll nunmehr per Bus unter dem Motto „Hand in Hand – Putten und Ladelund“ in der Zeit vom 17. bis 19. Juni 2016 erfolgen.

Zum Gedenken an das Schicksal der 111 in Ladelund beerdigten KZ-Gefangenen aus der niederländischen Kleinstadt hatte der in Putten ansässige Michel Kooij den Putten-Ladelund-Lauf organisiert, der im Mai 2015 stattfand. Damit wurde die schicksalhafte Verbundenheit der beiden Orte Putten und Ladelund demonstriert und die auf der Basis des christlichen Glaubens gewachsene Freundschaft ihrer Einwohner dokumentiert.

Für den Gegenbesuch in Putten haben sich 37 Teilnehmer im Alter von 5 bis 72 Jahren – darunter 15 Jugendliche und sogar vier komplette Familien – bereits angemeldet. Zehn Plätze (Stand: 10. Mai) sind noch frei. Anmeldeformulare sind im Kirchenbüro und in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund erhältlich und müssen von Interessierten bis spätestens zum 30. Mai eingereicht werden.

Erklärtes Ziel der Reise ist, die bestehenden und neu gewonnenen Kontakte und Freundschaften weiter auszubauen und zu vertiefen. Geschehen wird dies im Rahmen eines sportlich gestalteten Wochenendes, bei dem nicht Siege, sondern allein das gemeinsame Tun und Erleben im Blickpunkt stehen sollen. Kern des Vorhabens ist eine Begegnung der Generationen und das Aufsuchen geschichtlicher Spuren. Niemand ist verpflichtet, an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.

Dank finanzieller Zuschüsse durch die VR-Bank-Stiftung (2000 Euro) und den Förderverein der KZ-Gedenkstätte Ladelund (1500 Euro) betragen die Kosten für die Teilnahme an dem Projekt für Erwachsene nur 50 Euro, für Jugendliche bis 14 Jahre 30 Euro. Der Bus startet am Freitagmorgen um 8 Uhr am Dokumentenhaus der Gedenkstätte und wird gegen 16 Uhr am Quartier der Gruppe, „De kleine Voordijk“ (einer Art Jugendherberge), eintreffen. Wer lieber in einem Privatquartier schlafen möchte, möge dies bei der Anmeldung vermerken. Nach einem gemeinsamen Essen erfolgt gegen 18.30 Uhr die Abfahrt ins Dorf Putten, wo der „Oldenaller Brug“ (die Brücke, an der 1944 der Anschlag auf ein deutsches Wehrmachtsfahrzeug erfolgte), die „Alte Kirche“ (von der aus die Männer aus Putten verschleppt wurden) und die Puttener Gedenkstätte angesteuert werden. Am Mahnmal der „Trauernden Witwe“ wollen die Gäste aus Ladelund einen Kranz niederlegen. Zum Übernachtungsquartier zurückgekehrt, ist Gelegenheit zu Gesprächen.

Am Sonnabend besteht nach dem Frühstück die Möglichkeit zu laufen oder Fahrrad zu fahren, bis um 10.30 Uhr eine Flagge gehisst wird und der Puttener Bürgermeister Henk Lambooij das Tagesprogramm offiziell eröffnet. Verteilt über den ganzen Nachmittag finden die sportlichen Aktivitäten statt, darunter Radeln, Laufen, Volleyball und ein Fußballspiel. Dabei kommen stets gemischte Mannschaften zum Einsatz, die sich aus Puttener und Ladelunder Spielern zusammensetzen. Für den Nachwuchs werden alt-holländische Spiele angeboten. Ein Barbecue und ein geselliges Abendprogramm runden den Tag ab. Am Sonntagmorgen treten die Ladelunder nach dem Gottesdienst und einem Imbiss in der Herberge „De kleine Voordijk“ den Heimweg an.





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