zur Navigation springen

Hallenbad: Preiserhöhungen zum Jahresanfang geplant

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Schwimmen im Niebüller Hallenbad soll zum Jahresanfang teurer werden. Mit den von dem Betreiber des Bades, dem TSV Rotweiß Niebüll, der Verwaltung sowie den Fraktionsvorsitzenden ausgearbeiteten Vorschlägen für eine Preiserhöhung (gesonderter Infokasten) befasste sich der Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales. Die Anhebungen stießen hier auf eine breite Zustimmung. Einer der Gründe: Seit 2001 waren die Eintrittsgelder für das Niebüller Hallenbad konstant geblieben – die Kosten für das Sportbad (denn es handelt sich im Gegensatz zu Sylt oder Leck weder um ein Spaß- noch ein Freizeitbad) hingegen in die Höhe geklettert.

Zuletzt wurde im Jahr 2009 eine Erhöhung der Eintrittsgelder für das Niebüller Hallenbad diskutiert. Doch die Vorschläge der Verwaltung fanden seinerzeit bei den städtischen Beschlussgremien keine Zustimmung. Die Stadtvertretung setzte eine Arbeitsgruppe ein, aber auch die führte zu keinem Ergebnis. Nun also ein erneuter Versuch.

Kämmerer Lothar Heinrich-Wohlert hatte in einem umfangreichen Zahlenwerk einmal die Einnahmen und die Ausgaben aufgelistet. So stieg beispielsweise der Energieverbrauch im Niebüller Bad von 161  872 (2009) auf einen Spitzenwert von 183  056 (2011) Kilowattstunden an, hat sich 2014 auf 164  089 Kilowattstunden zurückbewegt. Betrugen die Aufwendungen (netto) 2009 noch 24  356,64 Euro, so lagen sie 2014 bei 30  585,07 Euro. Die Bewirtschaftungskosten stiegen (ohne Strom und Gas sowie Fernwärme) seit 2009 um rund 128,66 Prozent auf 24  615 Euro. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern stagnierten hingegen (2009: 173  111 Euro; 2014: 173  107 Euro). Für die Stadt Niebüll würden die Preiserhöhungen Mehrerträge in Höhe von brutto etwa 70  000 Euro in die Kasse spülen – und damit das Defizit abschwächen.

Als „relativ moderat“ bezeichnete Hendrik Schwind-Hansen (SPD) die Erhöhungen und lobte die Neuerung, künftig auch eine Familienkarte mit nur einem Erwachsenen als Begleiter anzubieten. Das sei zeitgemäß und eine gute Sache. „Das Betreiben eines Hallenbades wird niemals kostendeckend sein“, erklärte Thomas Uerschels (SPD). Niebüll mache pro Jahr mit der Einrichtung etwa 250  000 Euro Verlust. „Aber ein Hallenbad ist wichtig.“ Claudia Barkow (CDU) fügte hinzu: „Hätten wir in den vergangenen Jahren die Preise regelmäßig angeglichen, lägen sie jetzt bestimmt über den neuen Sätzen.“ Man habe die Preise mit den umliegenden Bädern abgeglichen, sagte Bernd Neumann (CDU). „Diese Preisvorschläge sind aber nicht in Stein gemeißelt.“ Sollte sich etwas nicht bewähren, seien jederzeit Änderungen möglich.

Durch die Bank weg lobend erwähnt wurde die Neuerung, dass sich die Eintrittspreise für Empfänger von SGB II oder SGB XII-Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz reduzieren (Tageskarte Erwachsene 2 Euro, 10er-Karte 20 Euro; Tageskarte Kinder: 1 Euro, 10er-Karte 10 Euro).

zur Startseite

von
erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen