Übergangslösung : Halbe Stelle für das Haus der Jugend

Stadtvertretung stimmt mehrheitlich für die Einstellung einer Aushilfskraft bis Mai 2014/ Gefordert wird eine neue Konzeption

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16. November 2013, 08:00 Uhr

Für das Haus der Jugend in Niebüll wird es personell eine Übergangslösung geben. Die Stadtvertretung entschied am Donnerstagabend mehrheitlich, für die Zeit bis Mai 2014 schnellstmöglich eine Aushilfe einzustellen. Dann soll – unter bestimmten Voraussetzungen – die Stelle endgültig ausgeschrieben werden.

Das Thema wurde kurzfristig auf die Tagesordnung genommen und vorgezogen – mit Rücksicht auf die jungen Zuhörer aus dem Haus der Jugend, die sich für den Ausgang einer Diskussion interessierten, die im Frühjahr ihren Anfang nahm. Die Entfristung der Halbtagsstelle im Haus der Jugend, die Ende Juli auslief, hatte die CDU-Mehrheit in der vorangegangenen Legislaturperiode abgelehnt. Um den Erhalt der Stelle hatten die Jugendlichen unter anderem mit einem Bürgerbegehren gekämpft und erreicht, dass sich die neu gewählte Stadtvertretung nun mit dem Thema beschäftigen muss.

Im Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales ist der Empfehlungsbeschluss erarbeitet worden, dem die Stadtvertretung mehrheitlich folgte. Gefordert wird darin unter anderem , dass die Konzeption des Hauses der Jugend fortgeschrieben wird und ein Abgleich der bestehenden zu den nachgefragten Angeboten erfolgt. Für die Fortschreibung sollen die Fachschule für Sozialpädagogik oder andere Experten hinzugezogen werden. Mit der Einstellung einer Aushilfskraft, so der Vorsitzende des Ausschusses, Bernd Neumann (CDU), sei Zeit, bis Mai diesen Aufgabenkatalog abzuarbeiten.

Die Niebüller SPD-Fraktion würde lieber den umgekehrten Weg einschlagen, zumal bereits ein überarbeitetes Konzept vorliegt. In einer umfangreichen Stellungnahme hatten die Sozialdemokraten bei der Beratung im Ausschuss unter anderem gefordert, den Stellenplan für das Haus der Jugend um eine Vollzeitstelle für eine weitere Erzieherin oder Erzieher zu erweitern. Weiter wurde eine Erweiterung des Stellenplans im Bereich Schul-Sozialarbeit sowie eine Rücknahme der Aufteilung der Stelle in der mobilen sozialen Jugendarbeit gefordert. Erst danach sollte eine übergreifende Gesamt-Konzeption der Jugend-Sozialarbeit in der Stadt erarbeitet werden. „Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, unbefristet wieder mehr Personal im Haus der Jugend zu beschäftigen“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Uerschels auf Nachfrage.

Der akute Personalmangel werde mit der Aushilfe schnell beseitigt, betonte SSW-Fraktionsvorsitzende Christine Kernbichler. Zweifel, dass es mit der Aushilfskraft funktioniert, hegte Hendrik Schwind-Hansen: „Es wird schwer sein, innerhalb eines halben Jahres eine Akzeptanz herzustellen.“

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