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HGV-Niebüll : Händler sehen Politiker in der Pflicht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

HGV-Jahresversammlung bemängelt die stockende Erneuerung des Rathausplatzes und wirbt für den Ausbau der B5

Die Jahresversammlung des Handels- und Gewerbevereins (HGV) der Stadt Niebüll im Friesenhof bewies wieder einmal, dass der Verein lebt und sich immer wieder neue Ziele setzt. Der Erfolg des HGV Niebüll steht mit den vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden im Vorstand, im Werbeausschuss und in den vielen Helferteams. „Alle sind hier persönlich engagiert und wirken unentgeltlich für unseren Verein mit. Meinen großen Dank an alle für ihre gute Arbeit“, sagte der Vorsitzende Heinz Heinrich Christiansen. Er zog die Jahresbilanz und wies zunächst auf den Fachkäftemangel hin: „Auf Grund der demographischen Entwicklung sollten wir schon heute die Weichen für Fachkräfte oder Fachkräftebindung in unseren Unternehmen stellen.“ Zum Thema B 5 sagte der Vorsitzende: „Insgesamt kann nun wohl auch gesagt werden, dass die Dringlichkeit des Ausbaues auch in Kiel angekommen ist.“

Einen belebten Rathausplatz an möglichst vielen Tagen im Jahr ist das Ziel des HGV. Hier fand Christiansen deutliche Worte: „Zugleich soll die Sicherheit, Verweildauer und Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher erhöht werden und die Durchführung von Veranstaltungen aller Art erleichtert werden. Deshalb unterstützt der HGV gerne die städtischen Fachausschüssen zu diesem Thema. Das gestellte Anträge, gesammelte Erkenntnisse und eingebrachte Ideen noch in Konzepten liegen, mag uns nicht erfreuen, und wir bitten um eine einvernehmliche und möglichst zügige Umsetzung.“ Der scheidende Organisationswart Holger Schensar ließ noch einmal die Highlights des Jahres wie die Osterhasen-Aktion, das Hauptstraßenvergnügen und die verkaufsoffenen Sonntage inklusive Sportverein-Jubiläum Revue passieren. Er erwähnte Neuerungen wie Mitarbeiter-Rabattaktionen, die Erweiterung des Weihnachtsmarkts durch weitere Krippen und einen Unterstand, lobte vor allem die Hilfe der Ehrenamtlichen. Er überreichte an die Niebüller Feuerwehr-Jugend einen Scheck: Der Erlös aus der Weihnachtstombola betrug 800 Euro.

Für HGV-Geschäftsführerin Silke Jannsen kam Holger Jessen im Vorjahr zurück ins Team; mit kurzer Einarbeitungszeit, wie der Vorsitzende augenzwinkernd bemerkte. Personelle Kontinuität ist also gesichert. Als neue Organisationswartin wurde Renate Hartwig (Einkaufszentrum Knudtsen) gewählt, neu im Vorstand ist Beisitzerin Jasmin van Gysel (VR Bank Niebüll), eine Position, die nun aus familiären Gründen auch Holger Schensar ausfüllt. Zum Ausbau Breitbandnetz Niebüll betonte Heinz Heinrich Christiansen: „Zu diesem Thema sei nur eins gesagt, es ist eine Autobahn, die wir hier vor Ort selbst bauen können. Ein Teil einer Infrastrukturmaßnahme die wir selbst in der Hand haben. Daher bitte ich Sie, soweit Sie sich noch nicht für das Breitband entschieden haben, dies eingehend zu prüfen und sich für einen Zugang entscheiden um hiermit einen Schritt in die digitale Zukunft zu machen.“ Dem schloss sich ein gemeinsames Referat von Ulla Meixner und Kerrin Carstensen (Breitbandnetz GmbH & Co. KG) an.

Stdtmanager Holger Heinke verwies in seinem Kurzbeitrag auf neue erfolgreiche Veranstaltungen wie Ambossrennen, Niebüller Tanz- und Shownacht sowie die Offene Bühne. Aktionen wie das Gewinnspiel zu „Kaufen vor Ort“ in den Sommermonaten oder das Stadtradeln hätten positive Resonanz gezeigt und würden fortgesetzt. Als Neuerung für 2015 ist das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Fokus. So ist unter anderem zum Hauptstraßenvergnügen eine Tauschaktion Plastiktüten gegen Jutebeutel mit dem Aufdruck „Kaufen vor Ort“ in Planung. Mit der Bebauung des Hertie-Grundstücks werde eine Lücke im Stadtbild bald geschlossen. Heinke freute sich besonders über die engagierte Arbeit des Kinder- und Jugendbeirats. Passend dazu kam der launige Poetry Slam zum Thema Niebüll von und mit Marie Wilke zum Abschluss des informativen Abends.

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