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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 04:29 Uhr

Bilanz : Gute Prüfergebnisse – gute Zahlen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die VR-Bank Niebüll eG mit ihren 42 000 Kunden steigerte ihr Bilanzvolumen von 1,248 im Vorjahr auf 1,410 Milliarden Euro

Informieren, genießen und unterhalten. Unter dieses Motto stellte Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jakob Paulsen die letzte von 18 Bezirksversammlungen der VR-Bank Niebüll eG in der mit 500 Mitgliedern bis auf den letzten Platz besetzten Stadthalle.

Im genossenschaftlichen Volksmund werden diese Infoveranstaltungen auch „Grünkohl-Versammlungen“ genannt. Sie frischen nicht nur das Interesse der Mitglieder an ihrem genossenschaftlichen Unternehmen auf. Was auf den Tisch kommt und für einen Obolus von fünf Euro genossen wird, ergibt auch einen Betrag, der guten Zwecken zufließt. In der Stadthalle wurden der OGS an der Alwin-Lensch-Schule, dem Feuerwehrkasper und der sozialen Einrichtung SEN je 800 Euro zugesteckt. Aus dem Gewinnsparen flossen dem Montessori-Kinderhaus „Nordlicht“ und dem Geschichtsverein je 500 Euro zu.

Paulsen hatte gute Nachrichten zu vermelden. Die VR-Bank sei von negativen Schlagzeilen verschont geblieben, habe gute Prüfergebnisse ohne „Anmerkungen“ eingefahren und sehe dem Jahresergebnis voller Zuversicht entgegen. „Der VR-Bank geht es gut“, bilanzierte er. Was Bankvorstand Klaus Sievers mit Zahlen nach dem Stand von Ende September belegte. Das Unternehmen mit seinen 42 000 Kunden, darunter 17 500 Mitglieder, in einem Einzugsbereich mit 60 000 Einwohnern steigerte seine Bilanzvolumen von 1,248 im Vorjahr auf 1,410 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen, Wachstumsmotor des Unternehmens und mitgetragen von benachbarten Bankunternehmen, wuchs von 1,217 auf 1,385 Millarden Euro. Einen Abschwung von 579 auf 560 Millionen Euro gab es bei den Kundeneinlagen.

Der jüngst durchgeführte Stresstest sei für die VR-Bank insoweit von Bedeutung gewesen, „als auch wir von erhöhten Auflagen betroffen sind“. Doch die VR-Bank Niebüll habe ihre Auflagen erfüllt und ihr Eigenkapital weiter aufgestockt: von 94,2 auf jetzt 112,3 Millionen Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung lässt einen Zinsüberschuss von 31,2 und einen Provisionsüberschuss von 12,3 Millionen Euro erwarten. Die Personalaufwendungen (für heute 300 Mitarbeiter) sind von 14,9 auf 15,5 Millionen Euro gestiegen, die Sachaufwendungen von 8,6 auf 7,5 Millionen gesunken.

Kleine Filme öffneten Blicke in die Betriebsabläufe, Einrichtungen und das soziale Engagement der Bank, deren Stiftung alljährlich etwa 100 000 Euro für „gute Zwecke“ in der Region ausschüttet. Groß sei auch das Engagement der VR-Bank bei der Erschließung erneuerbarer Energien und – neuerdings – beim Ausbau des Breitbandnetzes. Klaus Sievers: „Ich kann jedem Hausbesitzer nur raten, sich dem Netz anzuschließen.“ Insgesamt gesehen war die Bezirksversammlung im Vergleich zu früheren Anlässen eine Veranstaltung der etwas anderen Art. Der Abend wurde von zwei Azubis moderiert. Laura Nicolaisen (1.) und Carolin Inwersen (2. Lehrjahr) machten eine gute Figur und ließen frischen Wind durch die Materie wehen.

Gerd Spiekermann (62), bekannt vom NDR Hafenkonzert und der Sendung „Hör mol‘n beten to“ sowie zuständig für das Niederdeutsche, sorgte für einen heiteren Ausklang des Abends mit seinem humorigen Rückblick in Omas und Opas Zeiten, als man noch auf dem Hof ins Klo gehen musste und das deutsche Fernsehen nur ein Programm hatte.

 

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erstellt am 22.Nov.2014 | 07:00 Uhr

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