Anti-Gewalt Konzert : Gut gelaunt gegen Gewalt

Auf Tuchfühlung mit dem Publikum ging Gitarrist Erko Petersen. Foto: jok
Auf Tuchfühlung mit dem Publikum ging Gitarrist Erko Petersen. Foto: jok

4. Anti-Konzert des Lecker "Haus der Jugend": Vier Bands heizten rund 260 Jugendlichen im Leck-Huus mächtig ein

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31. Januar 2011, 11:37 Uhr

LECK | Ein deutliches Zeichen für ein friedliches Miteinander setzten 260 jugendliche Besucher im Bürger- und Kulturhof Leck-Huus: Gemeinsam rockten sie ab beim "4. Anti-Konzert - Jugendliche gegen Gewalt und Zerstörung".

Bevor Initiator Gunter Haar, Leiter des "Haus der Jugend", sich über den Rekord-Besuch freuen konnte, stimmte ihn anfangs bereits der Soundcheck fröhlich: "Der ist echt toll". Einziges Manko: Eine Nachwuchsband hatte kurzfristig abgesagt. In die Bresche sprangen die anderen vier Bands, die etwas länger spielten als geplant. Den Abend starteten "Piets Uncles" mit Pop-Rock. Die fünf Musiker aus Niebüll und Umgebung um den Songwriter Henrik Friedrichsen intonierten hauptsächlich eigene Songs, was übrigens alle Bands auszeichnete. Musikalisch warben sie für ein umsichtiges Verhalten, nahmen Stellung gegen Gewalt im Alltag.

"Für uns dreht sich das nicht nur um den Auftritt, wir wollen dazu beitragen, dass sich die Gewalt reduziert - und das meinen wir ernst", betonte Kai Hansen von "The Junks". Mit Rock und vierstimmigem Gesang überzeugten sie bei ihrer Premiere im "Leck-Huus".

Ihre Visitenkarte gab ebenfalls "Collarbone Crash" ab. Die vier Bandmitglieder und Sängerin Esther Marake haben sich vor gut zwei Jahren gefunden. "Musik ist wichtig, Musik verbindet", überlegte der junge Musiker Carsten Ayke Peters und: "Wenn man Musik macht, kommt man gar nicht auf die Idee, zu schlagen. Hier kann man sich verwirklichen". Die Band begeisterte mit Alternativrock.

Zuletzt griff die "Extra Large" das Gewalt-Thema in ihrem Sprechgesang auf. Die beiden Rapper sorgten mit sozialkritischen, deutschen Texten für eine bunte musikalische Mischung.

Den jungen Leuten gefiels: Sie tanzten, wirbelten über das Parkett oder hörten aufmerksam zu. Ihre Rufe nach Zugaben wurden gern erhört.

Das Konzert bot darüber hinaus allen die Möglichkeit, am Gemeinwohl Lecks teilzuhaben: Der Erlös soll dem Verschönerungsverein, zweckgebunden für den Bürgerpark gespendet werden. Mit diesem "Rundum-Paket" bewiesen die Jugendlichen: Wir können ohne Alkohol und Gewalt feiern und richtig abtanzen.

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