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Investitions-Paket : Grünes Licht für den Rathausplatz 2.0

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüller Rathausplatz soll für 80 000 Euro modernisiert werden / Maßnahmenpaket will Bedürfnissen von Bürgern und Gewerbe gerecht werden

Der Rathausplatz soll für Bürger und Gewerbe attraktiver werden: Bau- und Wirtschaftsausschuss brachten jetzt in gemeinsamer Sitzung ein 80  000-Euro-Maßnahmenpaket für das Niebüller Stadtzentrum auf den Weg. Demnach soll bereits in diesem Jahr eine von zwei modernen Energiesäulen zur Versorgung von Buden und Marktständen bei der Skulptur „Tor der Winde“ aufgestellt werden. Auch zwei LED-Bodeneinbauleuchten, die künftig die Rathaus-Eiche ins rechte Licht rücken sollen, sind noch für 2015 geplant.

Kern des Pakets, das Vertreter der Fraktionen, das Stadtmarketing, Verwaltung und auch der Niebüller Handels- und Gewerbeverein innerhalb von zehn Monaten erarbeitet haben, ist die Schaffung von Barrierefreiheit: „Ziel des Konzeptes ist ein freundlicher Rathausplatz für Menschen mit Behinderung, aber auch für Eltern mit Kinderwagen “, sagte Holger Jessen (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bau und Verkehr. Im kommenden Jahr will die Stadt daher etwa 60  000 Euro in die Hand nehmen und auf dem Platz sternförmig Gehtrassen anlegen. Die 90 Zentimeter breiten Pfade mit ebener Oberfläche sollen sich dabei in Farbe und Wertigkeit nicht merklich von der vorhandenen Pflasterung abheben.

Insgesamt zielt das beschlossenen Maßnahmenpaket eher auf eine verbesserte Funktionalität der Veranstaltungsfläche als auf ein neues Image des Rathausplatzes. „Optisch soll sich der Platz nicht besonders verändern – er hat sich in seinem Erscheinungsbild bewährt“, stellte Anja Cornils (CDU) daher in der Ausschusssitzung klar. Die Fraktionen im Niebüller Rathaus sind in dieser Hinsicht ganz auf einer Linie.

So waren die Kommunalpolitiker am Ende auch nicht davon zu überzeugen, auf dem Rathausplatz feste Lautsprecher installieren zu lassen. „Das ginge zu weit“, sagte Peter Schumann (SPD), Vorsitzender des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses, „eine ständige Beschallung des Platzes ist nicht gewünscht“. Auch in Zukunft müssen sich Schausteller und andere Gewerbetreibende daher selber um das nötige Musik-Equipment kümmern.

Anders sieht es hingegen mit einem beleuchteten Schriftzug für das Haizmann Museum aus. Solch sichtbare Werbung für das profilierteste Kulturangebot der Stadt, können sich die Entscheider sehr gut vorstellen. Zusätzlich sieht das Verbesserungs-Programm eine jährlich neu zu gewährende Finanzspritze für das Stadtmarketing vor. Mit dem Geld sollen künftig Aktionen aus den Bereichen Kultur, Kinderspiel oder Sport auch kurzfristig auf dem Rathausplatz möglich sein.

Nachdem sich jetzt beide Ausschüsse ohne Gegenstimmen für das Konzept aussprachen, geht ein Abstimmungsprozess zu Ende, der bereits mit einem ersten CDU-Antrag zur „Belebung des Rathausplatzes“ aus 2013 und einem späteren Vorschlag der SPD aus 2014 zur Verbesserung der Infrastruktur seinen Anfang nahm.  

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erstellt am 05.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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