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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 12:01 Uhr

Ausstellung : Großformate mit Sogwirkung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Ausstellung „Gesänge der Gottesteilchen“ des Künstlers Michael Sistig ist bis zum 8. März im Richard-Haizmann-Museum zu sehen.

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 09:00 Uhr

Surreal erzählerische Arbeiten in handwerklich exzellenter Malerei mit dem Titel „Gesänge der Gottesteilchen“ sind bis zum 8. März im Richard-Haizmann zu sehen. Erika Spaude und ihr Kunstverein haben es wieder einmal geschafft, mit Michael Sistig (Jahrgang 1982) einen international renommierten Künstler nach Niebüll zu holen – ein Highlight vor dem 30-jährigen Geburtstag der Kunstvereins, der im Herbst gefeiert werden soll.

„Seine oft großformatigen Bilder üben unverhohlene Sogwirkung aus“, lenkte Museumschef Dr. Uwe Haupenthal die Blicke der heimischen Kunstfreunde auf eine fantastische Kulisse mit landschaftlichen Motiven und figuralem Geschehen, das zwar keine logisch nachvollziehbaren Handlungen erkennen lässt, aber dennoch berührt.

In einer Vielfalt von Szenen tummeln sich Abbilder gesehener Wirklichkeit und öffnet sich eine traumgeborene, fantastische Welt wie ein Kosmos, der sich nicht festlegt, sondern vorgibt, das Eine wie auch das Andere zu sein. Nach den Worten Haupenthals greift Sistig in seiner Malerei nach verschiedenen Seiten, um möglichst umfassend zu schildern – so komplex und vielschichtig, dass das kaum auf einen personalisierten Nenner zu bringen sei. Bei Sistig bestimmen Fantasie und Traum das figurale Detailgeschehen. Science-Fiction-Motive sind ebenso auszumachen, wie symbolträchtige Vögel, Comicartiges und verfremdete filmische Szenen. Mitunter sind es auch freie Formen. Figuren fliegen durch die Luft und besetzen ein vegetationsloses landschaftliches Ambiente. „Landschaft hat in Sistigs Bildern immer etwas Abstraktes.“ Und: „Seine Bilder sind immer auch und zuvorderst Malerei – und was da geschieht, ist nicht von vornherein illusionistisch begründbar.“ So gesehen seien von seinen Bildern ungelenkte, elementare Erfahrungen zu machen, in einem Feld zwischen existenzieller Leere und körperlicher Fülle – entweder auf dem Weg in ein Nichts oder zurück in die vertraute Verbindlichkeit der Physis und der Psyche.

Die Vernissage klang aus mit musikalischen Darbietungen von Christine Burkard und Gaby Kuhlmann und der Gelegenheit, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.



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