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Frühlingsfest : Großes Interesse an Narzissenpracht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz ungewisser Wetterlage gab es Rekordbesuch: Das Blumenfest im Kleiseerkoog ist Familiensache – und lockt Besucher von nah und fern.

Das 18. Narzissenfest auf Hof Hilligenbohl war über das vergangene Wochenende drei Tage lang das Ziel vieler Naturfreunde aus der Region und verzeichnete trotz ungewisser Wetterlage Rekordbesuch. Im Mittelpunkt des Interesses stand die unverwüstliche und in mittlerweile 120 Sorten gezüchtete Zwiebelblume, die das Bild des 9000 Quadratmeter großen Gartens der Hausherrin Ute Kirchner bestimmt.

Bekannteste unter den Narzissen ist nach wie vor die sogenannte Dichter-Narzisse namens „Narcissus poeticus actaea“, im Volksmund auch Osternarzisse genannt, die zurzeit mit ihren gelb und weiß blühenden Geschwistern eine wunderschöne 100  000-fache Kulisse bildet.

Vor dieser Kulisse und mittendrin fand ein Kunsthandwerker-Markt statt, wurden Kräuter, Gartenartikel, Naturkosmetik, Keramik, Filzarbeiten und Dekoartikel angeboten und gewährten Kunsthandwerker und Künstler Einblicke in ihr Können. Beim Rundgang durch den Garten war Gelegenheit, auf den türkisblauen Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen und das Blütenmeer und die Sonne zu genießen.

Das Wetter spielte wie vorausgesagt mit – jedenfalls an den ersten beiden Tagen, wenngleich es „um die Ecke herum“ auch bissig kühl wehte. Am Sonntag musste der leichte Schneeregen erst abtauen, bevor es dann aber auch schnell wieder frühlinghaft sonnig wurde. Akustisch belebt wurde die Szenerie durch musikalische Darbietungen – am Sonnabend durch Gesang und Harfenspiel, am Sonntag durch die Gruppe „Inbetween“ mit Rock, Pop und Soul. An den Nachwuchs war auch gedacht. Im Kinderzelt hieß es: „Bastelt euch eine Kopie eurer Lieblingsnarzisse.“

Das fachliche Interesse der Besucher wurde auch bedient. Gartenarchitektin Dunja Kirchner hielt Fachvorträge, stellte Sorten vor, beschrieb deren Besonderheiten und gab Tipps, wie man die Zwiebel pflanzt und worauf man achten sollte. „Wenn Sie Narzissenzwiebeln in einer Rasenfläche setzen, dann denken Sie bitte daran, dass der Rasenmäher durchkommt.“

Sie ist, was alle Fachfragen um die Narzisse und die Anlage des Gartens angeht, die fachliche Kompetenz in persona. Doch was Organisation und Ablauf des Narzissenfestes betrifft, tritt die Famlie Kirchner als Team auf. Sohn Nils, von Beruf Zahnarzt und im dänischen Padborg ansässig, empfängt die Besucher am Hoftor. Tochter Clara, Bloggerin im Taste-Service und als Designerin in Hamburg tätig, übernimmt die Rolle der Küchenchefin. Ute Kirchner ist außer in ihrer Rolle als Hausherrin auch noch zehnfache Großmutter und in Erwartung des elften Enkels. Und der Familie Kirchner standen hilfreiche Nachbarn zur Seite.

Das Narzissenfest 2016 bot eine Reihe von Neuerungen. Hinter den Tresen der Verkaufsstände sah man eine Reihe neuer Gesichter. Im Garten fielen die Spiegel und ihre optische Wirkung auf. Das Klima gab sich in diesem Jahr insofern hilfreich, als es sich in den Temperaturen variabel zeigte und beste Voraussetzungen für eine lange Blüteperiode querbeet durch alle Sorten schuf. Zudem sorgte der fette Marschboden wie immer ohnehin schon für die Bedingungen für eine länger anhaltende Blütezeit, die den Planungen des Hofes Hilligenbohl entgegenkommt. Beste Voraussetzungen also auch für einen gelungenen Frühlingsanfang, der das dreitägige Event auf Hilligenbohl zu einem Fest machte.

„Der tolle Garten von Hilligenbohl im Kleiseerkoog nahe Niebüll hatte wieder seinen großen Auftritt“, hieß es in einem großen bundesdeutschen Gartenmagazin. Dem konnten die Besucher dieser längst zur Tradition gewordenen „Kleiseeerkooger Gartenschau“ nur zustimmen.

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erstellt am 25.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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