Großes Interesse an Nachnutzung der Marinefunksendeanlage

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02. Juni 2014, 17:01 Uhr

Zahlreiche Bürger aus Hürup und den Nachbargemeinden waren ins Dörpshus gekommen, um zu erfahren, was aus der Marinefunksendeanlage im Ortsteil Weseby wird, wenn die Bundeswehr sich zurückzieht. Bürgermeister Jan-Nils Klindt betonte, dass mit der Schließung der Anlage im dritten Quartal 2015 eine große Aufgabe auf die Gemeinde zukomme, und der Denkprozess über eine intelligente Nachnutzung bereits jetzt angestoßen werden müsse. Unterstützung hierbei bekommt die Gemeinde von der Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig, der Wireg, die mit dem Konversionsmanagement beauftragt wurde.

Stephan Jung von der Wireg erläuterte die aktuelle Situation und den Zeitplan für das weitere Vorgehen. Zurzeit sei man in der Phase der „Ist-Daten“-Feststellung. Darauf folge zügig die Diskussion über geeignete Nachnutzungskonzepte und damit verbunden die Investorensuche. Die Sicht der Bundeswehr legte Hermann-Josef Huber von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dar. Favorisiert werde eine „warme Übergabe“: die Bundeswehr geht, der neue Eigentümer kommt. Die Gemeinde habe für öffentliche Aufgaben zwar das Erstzugriffsrecht, er könne sich das aber kaum vorstellen, da es sich wegen des Bunkers um eine sehr spezielle Liegenschaft handele. Von der möglichen Nachnutzung wiederum hänge der Wert der Fläche ab. Daher könne noch kein Kaufpreis ermittelt werden. Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass die fest eingebaute Technik und die Sendemasten auf dem 16 Hektar großen Gelände nicht zurückgebaut werden.
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Am Mittwoch, 11. Juni,19 Uhr, findet im Dörpshus ein Workshop statt, um Projektideen zu sammeln


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