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50 Jahre Grundschule Enge-Sande : Großes Festprogramm zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sieben Stunden feierten Gemeinde, Schüler, Lehrer und Eltern das 50-jährige Bestehen der Grundschule in Enge-Sande

Am Freitag feierten die Gemeinde Enge-Sande und die Grundschule an der Linde Leck/Enge-Sande das 50-jährige Bestehen der örtlichen Grundschule. Diese nahm am 25. Mai 1964 mit den insgesamt 119 Grund- und Hauptschulkindern der vier bis dahin selbstständigen einklassigen Dorfschulen Enge, Sande, Schardebüll und Soholm im neuen, zwischen den Gemeinden Enge und Sande errichteten Gebäude der Dörfergemeinschaftsschule Enge-Sande, ihren Unterrichtsbetrieb auf. Als erster Schulleiter fungierte Heinrich Staack. Der erste Programmpunkt des siebenstündigen Jubiläumsfestes bestand darin, dass die geladenen Gäste und sonstigen Interessierten Gelegenheit bekamen, im Rahmen einer „Stunde der offenen Tür“ die Räume der Schule zu besichtigen und die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit zu beobachten. Wer mochte, durfte die Hilfe eines der hervorragend vorbereiteten Mädchen oder Jungen in Anspruch nehmen, die sich per angestecktem Button als „Schulführer“ anboten. Den Schwerpunkt der Feier bildete ein Festakt in der geschmückten Sporthalle, wo die 50 Kinder des Schulstandorts Enge-Sande alle Teilnehmer mit dem Kanon „Willkommen, ihr lieben Leute“ musikalisch begrüßten. Schulleiter Jan Lietzau dankte allen Erschienenen für ihr Kommen, allen Personen, die an der Vorbereitung des Gedenkfestes aktiv beteiligt waren, für ihre engagierte Arbeit. Sodann erteilte er dem Bürgermeister der Gemeinde Enge-Sande, Carsten-Peter Thomsen, das Wort für einen umfassenden Rückblick auf die Geschichte der gefeierten Schule. Der Versuch, einen gemeinsamen Schulverband zu gründen, gelang den sechs beteiligten Gemeinden Enge, Engerheide, Knorburg, Sande, Schardebüll und Soholm erst, nachdem das Kultusministerium seine Bereitschaft zugesichert hatte, im Rechnungsjahr 1962 für den Schülertransport einen Bus kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zum Schulverbandsvorsteher wurde Christian Petersen aus Enge gewählt. Nachdem die als Dörfergemeinschaftsschule ausgewiesene Grund- und Hauptschule Enge-Sande ihren Betrieb aufgenommen hatte, wurde sie landesweit als Vorzeigeschule ausgerufen, die dem damaligen Ideal einer Schule auf dem Lande hervorragend angepasst sei, wies sie doch großzügig bemessene Klassenräume, Fachräume für Naturlehre, eine Schulküche, eine an einem Sportplatz gelegene Turnhalle und sogar ein Lehrschwimmbecken auf.

Schon sieben Jahre später wurden die Hauptschulkinder abgezogen und nach Leck beordert, der nun nicht mehr zwingend benötigte Raum für Physik und Chemie in einen Kindergarten umgewandelt. Als Folge des demographischen Wandels sanken die Schülerzahlen so stark, das die Grundschule Enge-Sande sich im Jahre 2009 als Tochterschule der Grundschule an der Linde in Leck anschloss. Die Zusammenarbeit der beiden Schulstandorte wurde von den Verantwortlichen beider als „hervorragend“ gewertet. Die 50 in Enge-Sande unterrichteten Kinder warteten mit fröhlichen Unterhaltungsbeiträgen auf: zum Beispiel mit Liedern, einem englischen Theaterstück, einem Sketch und einem Becher-Rap. Der Gemischte Chor des Gesangvereins „Eintracht Enge von 1888“ sang unter der Leitung von Stephanie Budde einige fröhlich stimmende Lieder, nachdem Elke Enke als Vereinsvorsitzende die Grüße und Glückwünsche der Sängerinnen und Sänger in Worte gefasst hatte. Schulleiter Jan Lietzau hob in einer kurzen Rede die positive Entwicklung der Schulstandorte Leck und Enge-Sande hervor, zu der auch der Bürgermeister der Gemeinde Leck, Rüdiger Skule Langbehn, mit anerkennenden Worten gratulierte. Im Rahmen einer Serie von Grußworten erinnerten Traute Weidt und Ulrich Jeß als Interims-Schulleiter an diverse schulische Vorkommnisse und Veränderungen, die sich in den Jahren von 1967 bis 2000 ereigneten. Beide hoben die Rolle der Grundschule als Mittelpunkt des gesamten kulturellen Lebens der Gemeinde Enge und Sande deutlich hervor.

Spiele für Jung und Alt, an denen auch die Kinder des Schulstandortes Leck und alle Geschwisterkinder teilnehmen durften, fanden abschließend auf dem Sportplatz statt. Sie mündeten ein in ein Völkerballturnier, mit dem das Programm des Jubiläumsfestes endete.

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