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Nacht der Bewerber : Großer Andrang von künftigen Auszubildenden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Interessierte informieren sich an 70 Ständen in der VR Bank. Trend geht in Richtung Digitalisierung und neue Berufe.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 11:08 Uhr

Niebüll | 70 Aussteller, 210 Minuten, ein Moderator, unzählige Interessierte – das ist die siebte „Nacht der Bewerber“ in den Räumen der VR Bank Niebüll. Von Anfang an herrscht reges Treiben, teilweise sogar dichtes Gedränge an den
Präsentationsständen. Wie wird die Zukunft nach der Schule aussehen? Soll es ein medizinischer Beruf, eine Anstellung in der Verwaltung, im Dienstleistungssektor oder doch das Handwerk sein? Die Antwort auf diese Fragen können Jugendliche bei den anwesenden Firmen und Institutionen finden.

Klaus Lehmann von der VR Bank hat das Zusammenkommen von Ausbildungsbetrieben und weiterführenden Schulen – teilweise überregional – organisiert. Er stellt einen klaren Trend bei den Ausstellern fest: „Digitalisierung und neue Berufsbilder spielen in diesem Jahr eine große Rolle. Ebenso die Erweiterung klassischer Berufe über die Möglichkeit des Dualen Studiums.“ Es werde deutlich, dass die Arbeitgeber flexibler werden, wenn es darum geht, dem viel zitierten, inzwischen spürbaren Fachkräftemangel entgegen zu wirken. „Ein wichtiger Impuls für unsere Region und den Trend in die richtige Richtung“, meint Lehmann.

Genauso eindeutig ist die Ausrichtung auf die Zielgruppe: die Jugend wird umworben. Überwiegend junge Menschen stehen im Namen ihrer Firmen Rede und Antwort, sie vertreten etwa 100 Berufsbilder. So zum Beispiel die beiden sympathischen jungen Frauen in „Schwesterntracht“. Als Azubis zu medizinischen Fachangestellten leisten sie mit Begeisterung ihren Dienst im Niebüller Krankenhaus. SG-Moderator Michael „Holzi“ Holst führt begleitend Interviews mit verschiedenen Partnern – alles per du. So wirbt Thies für verschiedene Berufe in der Pharmaindustrie, Barbara vertritt die Landwirtschaftskammer. Informativ und interessant erklärt sie, dass auch in den zwölf „grünen Berufen“ moderne Technik Einzug gehalten hat: Erntemaschinen werden über GPS, Fütterungsanlagen über den PC gesteuert. „Holzi“ lässt sich – während er sein Interview fortführt – die Haare von dem Friseur-Auszubildenden Zin schneiden. Es ist eine Berufsmesse zum Schauen, Anfassen und Mitmachen. Wer möchte, kann neue Medien wie Virtual-Reality-Brillen ausprobieren oder im Handwerkerzelt mauern, pflastern und sich eine Dachstuhlkonstruktion von der „frischgebackenen“ Zimmerin Gotje nahe bringen lassen.

Und wie kommt die Messe bei der Zielgruppe an? Erreicht wird sie über neue Medien. Facebook und Instagram spielen, so Klaus Lehmann, bei der Werbung eine große Rolle. Und die Jugendlichen kommen in Scharen. Sie treffen auf ehemalige Mitschüler, die inzwischen eine Ausbildung machen, ihren Betrieb und Beruf voller Elan vertreten. Oder sie haben konkrete Vorstellungen: Celine möchte Tierarzthelferin werden, ihre Freundin Saskia interessiert sich für den Beruf der Konditorin. Beide kommen aus Neukirchen und nutzen die Messe zur Berufsorientierung. Häufig werden die zukünftigen Angestellten von ihren Eltern begleitet, aber auch in Freunde-Gruppen ziehen die Jugendlichen durch die Räumlichkeiten. Die Nacht der Bewerber ist eine Familienveranstaltung genauso wie ein Schülertreffpunkt, für alle offen.

Zieht man als Beobachter eine Bilanz, dann ist eines klar: es gibt einen „Daumen hoch“ für diese Veranstaltung. Gut organisiert von dem Team des Veranstalters, eine positive und optimistische Stimmung bei Firmen und Interessenten. Für die VR Bank ist dies ein Auftrag: Nach dem vollen Erfolg in diesem sollte es auch im nächsten Jahr eine „Nacht der Bewerber“ geben.

 

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