Treckerringstechen : Große Gaudi mit Nostalgie-Faktor

Nicht ohne mein Herrchen: Hund „Sammy“ wollte partout bei der Fahrt dabei sein.
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Nicht ohne mein Herrchen: Hund „Sammy“ wollte partout bei der Fahrt dabei sein.

Insgesamt 600 Gäste fieberten beim Treckerringstechen in Westre mit. Fahrgäste waren nicht zugelassen – einzige Ausnahme: Hund „Sammy“.

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21. Juli 2014, 08:00 Uhr

Zwei Tage nach dem Königsreiten des Ringreitervereins Westre nutzte der Oldie-Club Westre die auf der Koppel neben dem „Waldkrug“ aufgebauten Galgen für sein neuntes Treckerringstechen in jährlicher Folge. Was 2006 als Jux einer Handvoll begeisterter Traktor-Oldtimer begann, entwickelte sich durch rege Mundpropaganda der Akteure und Zuschauer in kürzester Zeit zu einem Aufsehen erregenden Event. So gingen in diesem Jahre 53 Traktorfahrerinnen und -fahrer an den Start: von jungen Frauen und Männern bis zu zwei Senioren, die ihr 79. Lebensjahr bereits vollendet haben.

Für die Organisation der Veranstaltung, die sich einmal als wahrer Publikumsmagnet erwies – rund 600 Zuschauer tummelten sich hinter den sicheren Absperrungen – zeichnete das noch immer amtierende Gründungstrio des Clubs verantwortlich: Jörg Andresen, Hans Nielsen und Thomas Petersen. Für die Trecker-Piloten galt es, ihre je zwei Galgen pro kreisförmig angelegtem Durchgang zu durchfahren, die Aktiven verteilten sich in drei Gruppen auf sechs Galgen.

Der Anblick der vielen Trecker aus der Anfangszeit der Motorisierung der Landwirtschaft, ausnahmslos zwischen 30 und 65 Jahre alt, und ihr nostalgisches Getucker gaben hinreichend Anlässe zu Gesprächen über die „gute alte Zeit“. Die Marken der – zumeist auf Hochglanz geputzten – Trecker ließen die Herzen der Experten höher schlagen, reichten sie doch Lanz-Bulldog über Mac Cormick, Deutz-Fahr und Porsche-Diesel bis zu Massey Ferguson und anderen. Fahrgäste waren beim Stechen nicht zugelassen. Nur im Falle des Hundes „Sammy“, der seinen Herren partout nicht allein seine Runden drehen lassen wollte, machte man – zur Gaudi des Publikums – eine Ausnahme. Nach zehn Durchgängen, also jeweils 20 Stechversuchen, wurde eine Würstchenpause eingelegt, bei der sich ein extra breit konstruierter Spezialgrill bewährte, da er für eine zügige Abfertigung der Hungrigen sorgte.

Nach weiteren zehn Durchgängen mussten Fahrer mit gleichen Trefferzahlen um ihre Platzierung „umstechen“. Mit 35 (von 40 möglichen) gestochenen Ringen hatte sich Hauke Paulsen an die Spitze der Tabelle gekämpft, dicht gefolgt von Jürgen Petersen, Carsten Hansen und Maik Pinnau, die – nach einem Stichwettkampf – die Tabellenplätze Nr. 2 bis 4 belegt hatten. Als erfolgreichste Amazone, für die 30 Treffer verbucht wurden, erhielt Marita Steffens-Nielsen einen Ehrenpreis. Als ältester aktiver Teilnehmer am Turnier wurde Hans-Werner Anthoniesen aus Uphusum ausgezeichnet. Der schon traditionelle Trostpreis, ein Glas voller saurer Gurken, fiel an Hans-Christian Nissen. Dankesworte, gerichtet an alle Helfer, an Peter Steffens, den Wirt des Waldkrugs, der den Turnierplatz zur Verfügung gestellt hatte, sowie an die Freiwillige Feuerwehr Westre für die Feuerwache, mündeten ein in den Wunsch: „Hoffentlich sehen wir uns hier alle beim Treckerringstechen 2015 wieder!“

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