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Kunst und Schule : Grenzübergreifendes Kunstprojekt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Interreg-Projekt „KursKultur“ kommt nach Niebüll – neue Partnerschaft zwischen Richard Haizmann Museum und Kunstmuseum Ribe.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 03:44 Uhr

Niebüll | Das Projekt „KursKultur“ schlägt eine neue Brücke über die dänische Grenze. Das Richard Haizmann Museum arbeitet künftig intensiv mit dem Kunstmuseum Ribe zusammen. Nach mehreren Vorgesprächen mit Birgitte Boelt, Projektleiterin, Katrine Fleckner-Gravholt, Studentin und Doktorandin, Josephine Nielsen-Bergqvist, Kuratorin vom Kunstmuseum Ribe, und Anja Annuss als Museumspädagogin vom Richard Haizmann Museum ist das Projekt jetzt gestartet.

Insgesamt nehmen 16 Museen teil, von denen je ein Museum aus Dänemark und eines aus Deutschland eine Partnerschaft bilden sollen. Ziel ist es, dass dieses Paar ein Unterrichtsangebot entwickelt, an dem je eine Klasse aus Deutschland und eine aus Dänemark gemeinsam teilnimmt. „In unserem Fall wird je eine halbe Klasse aus Deutschland und eine halbe Klasse aus Dänemark, also insgesamt etwa 25 Schüler in unser Museum kommen“, sagt Anja Annuss. „Es sind acht Besuche vorgesehen. Ich habe diese für unser Museum geplant und den Unterricht vorbereitet.“ Ziel ist es, dass sich deutsche und dänische Schüler besser kennenlernen. „Ich mache mit ihnen einen Museumsrundgang und zeige ihnen die Haizmann-Figuren. Danach sollen sie die Skulpturen abzeichnen und in verschiedenen Techniken gestalten“, kündigt Anja Annuss an. Während eine gemischte Gruppe im Museum arbeitet, geht die andere Gruppe in die Stadt, um dort weitere Skulpturen zu suchen und abzuzeichnen. Anschließend treffen sich alle wieder im Museum und machen eine gemeinsame Bildbesprechung.

Im Kunstmuseum Ribe ist alte Kunst zu sehen – im Richard Haizmann Museum die moderne Kunst. Dort werden die Schüler alte Bilder mit Hausansichten betrachten, danach in die Stadt gehen, um die alten Häuser zu finden und abzuzeichnen. Die ersten Treffen haben kürzlich stattgefunden, das Programm wurde gut von den Schülern aufgenommen. „Sie hatten Spaß“, wie Anja Annuss versicherte, und das Museum sei „so gemütlich“ gewesen.

Im Richard Haizmann Museum waren Schüler der dänischen Blabergskolen und der Gemeinschaftsschule Flensburg zu Gast. Aus Dänemark kamen zwölf Schüler und aus Deutschland kamen neun Schüler mit ihren Lehrern angereist. Auch die Studentin Katrine Fleckner-Gravolt und die Projektleiterin Birgitte Boelt waren dabei. Anja Annuss führte die Schüler durch die derzeitige Ausstellung von Zachariasen und danach durch die Haizmann-Ausstellung. „Dann haben sich die Schüler in zwei gemischte Gruppen aufgeteilt“, sagt Anja Annuss, „Eine Gruppe blieb im Museum und zeichnete die Haizmann-Figuren ab und die andere Gruppe war in der Stadt, um dort ebenfalls Skulpturen abzuzeichnen. Danach wurde getauscht.“

Zunächst gab es Schwierigkeiten mit der Verständigung zwischen den Schülern, doch nach und nach gab es doch einige Versuche, miteinander zu kommunizieren. Nach abschließenden Gesprächen wurde von einigen Schülern hervorgehoben, dass ihnen der Besuch im Museum gut gefallen habe, weil er sich sehr vom normalen Kunstunterricht unterscheide, und weil man es hier mit echten Kunstwerken zu tun habe und man sich selbst auch künstlerisch betätigen könne. Außerdem sei es schwieriger, draußen zu zeichnen als drinnen im Museum so die einhellige Meinung.

„Weitere Treffen folgen am 2. und 3. November und am 7. und 8. November mit der Hjerting skole und der LEG Kiel“, freut sich die Museumspädagogin. Ihre Malschule beginnt auch bald wieder: Der nächste Kurs findet nach den Herbstferien am 7., 14. und 21. November statt zum Thema: Verschiedene Künstler kennenlernen und danach eigene Bilder gestalten. Anmeldung dafür bei Anja Annuss unter der Telefonnummer 04661/942609.

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