Brennendes Anwesen : Grenzenlose Hilfsbereitschaft

Mit dem Greifer von einem Kran-Lkw wird das Reet mit den Glutnestern abgetragen.
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Mit dem Greifer von einem Kran-Lkw wird das Reet mit den Glutnestern abgetragen.

Aventofter Feuerwehrleute unterstützen dänische Kollegen in Mögeltondern beim Brandeinsatz

shz.de von
26. November 2015, 15:30 Uhr

Zu einer grenzüberschreitenden Nachbarschaftshilfe wurde die Freiwillige Feuerwehr Aventoft am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr in das dänische Mögeltondern, Kogen, gerufen. Dort brannte ein großes reetgedecktes Wohn-Anwesen. Die dänischen Feuerwehren von Töndern Brandvaesen waren bereits kurz vor 18 Uhr alarmiert worden. Die Löschwasserversorgung gestaltete sich dabei recht schwierig, da in Mögeltondern keine Hydranten vorhanden sind. So musste das Löschwasser im Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen heran gekarrt werden. Und dazu wurde auch das Aventofter Allrad-Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18) benötigt, dass 2400 Liter Wasser mitführt. Es wurde so lange benötigt bis ein Tanker mit 22  000 Litern Wasser aus Bredebro eintraf und die Versorgung mit weiteren dänischen Tanklöschfahrzeugen übernahm.

Das Feuer war in der Mitte, nahe am Schornstein, des Hauses ausgebrochen. Die dänischen Wehren versuchten zunächst den Brand mittels Wasser und Löschschaum zu bekämpfen. Dieses schien auch zu gelingen, und von außen sah es so aus, als wäre das Feuer gelöscht. Doch kurz danach flammte es wieder auf, und die umfangreichen Löscharbeiten mussten fortgesetzt werden. Einige Wehrmänner aus Tondern und Aventoft konnten noch unter schwerem Atemschutz einige wertvolle Einrichtungsgegenständen aus dem Gebäude retten. Inzwischen traf ein großer Kranwagen der Bereitschaft aus Apenrade ein, der das Reet mit den Glutnestern vom Dach nach und nach abtrug. Gegen 21.30 Uhr konnte die Aventofter Feuerwehr wieder abrücken. Die Löscharbeiten der dänischen Wehren dauerten bis in die tiefe Nacht.

Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Der Einsatzleiter von Töndern Brandvaesen schätzt den entstandenen Schaden auf drei bis vier Millionen dänische Kronen. Das Anwesen war erst vor einem viertel Jahr vollständig saniert, renoviert und mit einem neuen Reetdach eingedeckt worden.

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