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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 10:23 Uhr

Jugendprojekt : Grenzenlose Begegnungen in Leck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Internationaler Abend der Begegnung in der Nordsee Akademie in Leck / Tanz, Kostüme und landestypische Speisen unterhielten die Besucher

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2015 | 05:00 Uhr

„Guten Tag“ heißt in georgischer Sprache „Mogesalmebit“, in Usbekistan sagt man „Assalomu alaykum“ und „Dobaz den“ wünschen die Mazedonier. In ihren jeweiligen Landessprachen stellten sich die 21 jungen Leute aus sieben Nationen am Abend der Begegnung vor. Als Dank für die Unterstützung hatten sie die Sponsoren des 35. Internationalen Sommerkurses in die Nordsee Akademie eingeladen.

„Wenn wir die Förderer aus der Region nicht hätten, würde es diesen traditionellen Kurs nicht geben. Das ist Realität“, stellte Akademieleiter Oke Sibbersen fest und begrüßte die Unterstützer als Freunde. Einer davon war Lutz Seguin, der extra aus Hamburg angereist war und seit Jahren als Sponsor auftritt: „Ich finde es fantastisch, dass sich hier junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern treffen. Der Kurs schürt vermehrt die Völkerverständigung, es ist letztlich ein kleiner Baustein, um Kriege zu verhindern.“ „Wenn ein Marokkaner, einen Georgier und einen Usbeken trifft, mit Polen und Russen an einem Tisch sitzt, mit Gleichgesinnten aus Mazedonien oder Deutschland gleiches tut – wo gibt es solch‘ eine Chance? Nur hier bei uns“, erklärte Dr. Herle Forbrich, pädagogische Mitarbeiterin und Kursleiterin.

Gemeinsam und voneinander zu lernen, etwas über andere Kulturen zu erfahren und Deutschkenntnisse zu vertiefen wollen die Teilnehmer. Drei Wochen leben sie unter einem Dach, haben bereits Nordfriesland inspiziert, wissen Bescheid über Deiche, Warften und Schafe, interessierten sich für das Herstellen von Büchern bei Clausen & Bosse, besuchten den Landtag in Kiel und informierten sich über die Minderheiten im Grenzland. Ein abwechslungsreiches und innovatives Programm haben sie abgearbeitet und suchten nach Antworten auf gesellschaftliche, kulturelle und politische Fragen unserer Zeit.

Die Gäste erwartete nun kein Showprogramm, dafür ein lockerer, entspannter Abend. Den ganzen Tag über waren die jungen Menschen aus Asien, Afrika und Europa aufgeregt, hatten gebacken, gekocht und vorbereitet. Die Tafeln an der Wand verrieten ihre Hobbys, Info-Material über ihre Heimat lag aus, und landestypische Spezialitäten verführten zum Probieren. Insbesondere aber beeindruckte, dass die meisten Kursteilnehmer ihre Nationaltrachten trugen. Ein schönes buntes Bild. Viel Beifall ernteten die Tänzerinnen, gemeinsam wurde die Europahymne gesungen, und schließlich kam der Small Talk nicht zu kurz. Dabei konnte Ole Winkelströter diesen Kurs nicht genug loben: „Das war hammertoll! Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte diese Chance auch nutzen.“ Der 22-Jährige aus Holzacker hatte bereits die deutsch-dänische Jugendbegegnung „JungZuSammen“ einen Monat zuvor besucht.


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