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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 23:58 Uhr

Ausstellung : Grafik in eindrucksvollen Formen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In der Weihnachtsausstellung der Bücherei sind 34 Lithographien und farbige Holzschnitte des Kunstmalers Dyke Johannsen zu sehen.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 14:00 Uhr

Die Weihnachtsausstellung in der Stadtbücherei ist zum mittlerweile dritten Mal dem aus Tondern stammenden Kunstmaler Dyke Johannsen gewidmet, der in diesem Jahr 80 geworden wäre. Die von Prof. Andreas Brandt, einem Freund Johannsens, ausgewählten 34 Lithographien und farbigen Holzschnitte sind bis zum 23. Dezember zu sehen. Bente Sonne vom Kunstmuseum im Schloss Brundlund (Apenrade),wo ein Großteil der Werke Johannsens ausgestellt ist, sprach zur Vernissage.

Büchereileiter Ronald Steiner begrüßte zu der gut besuchten Eröffnung eine große Anzahl von Gästen aus dem dänischen Grenzland. „Das ist heute hier so was von voll und fast schon ein Familientreffen“, freute er sich. Damit spielte Steiner auf den Bekanntheitsgrad des Künstlers an, der familiär ohnehin schon Kontakte zu Niebüll hatte, in Tondern zuerst als Goldschmied wirkte, dann in Hanau und München studierte und in der Malerei zu Ansehen kam. Zum ersten Mal stellte ihn der Kunstverein 1992 im Haizmann-Museum aus, danach 2006 folgte die Bücherei.

„Was heute hier zu sehen ist, das ist von hoher Qualität“, erklärte Amtsvorsteher Peter Ewaldsen, der Dyke Johannsen als einen Schleswiger bezeichnete und ihn mit seinem künstlerischen Schaffen in der Reihe der Emil Nolde, Hans-Peter Feddersen und Carl-Ludwig-Jessen sieht. Auch Nobelpreisträger Theodor Mommsen habe seine Wurzeln hier gehabt. „Es macht mich stolz, dass so viele große Menschen aus dieser Landschaft hervor gegangen sind.“ Mit Blick auf die Malerei des Dyke Johannsen meinte Ewaldsen, abstrakte Darstellung rege die Fantasie an. Und an Ronald Steine adressiert lobte Ewaldsen, viele kleine und schöne Ausstellungen hätten die Stadtbücherei zu einem „Kunstpalast“ gemacht.

Bente Sonne stellte das grafische Werk Johannsens als etwas Kraftvolles vor. Beispielhaft dafür nannte sie die „Zaubersonne“ – ein abstraktes Farbenspiel von der Insel Fanø, auf der der Künstler viele Sommer verbrachte. Die Bilderauswahl für diese Ausstellung erzeugt nach ihren Worten Rhythmus, Gefühl und Spannung. „Wir sehen heute Grafik in eindrucksvollen Farben und Formen“, blickte sie in die Runde. Grafik könne zuweilen auch langweilig sein. „Hier aber nicht“, differenziere sie. Gute Grafik sei jedoch auch abhängig von der Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und dem Drucker – einer Art geistiger und fachlicher Seelenverwandtschaft, „wenn der Lithograph mit derselben Leidenschaft arbeitet wie der Künstler.“

Dyke Johannsen, meldete Bente Sonne, sei jetzt Teil der Sammlung in Brundlund Slot, wie das Apenrader Kunstmuseum in der Landessprache heißt. Dort wurde Dyke Johannsen mehrfach ausgestellt. Die Weihnachtsausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bücherei besucht werden.

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