Gottesdienst in der grünen Kirche

Pfingstgottesdienst unter freiem Himmel: Pastor i.R. Günther Barten vor der Gemeinde.
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Pfingstgottesdienst unter freiem Himmel: Pastor i.R. Günther Barten vor der Gemeinde.

Kirchengemeinden Karlum und Ladelund feierten gemeinsamen Pfingstgottesdienst / Küsterin und Friedhofsbeauftragter in Ämter eingeführt

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09. Juni 2014, 13:23 Uhr

Wie schon seit vielen Jahren feierten die beiden selbstständigen Kirchengemeinden Karlum und Ladelund in einer als „Freilichtdom zu Monte Carlum“ bezeichneten Schneise des Karlumer Forstes einen gemeinsamen Pfingstgottesdienst mit anschließendem geselligen Beisammensein.

Gestaltet wurde er – stellvertretend für Hans-Joachim Stuck, den erkrankten Pastor beider Gemeinden – von Pastor i.R. Günther Barten aus Ladelund. Kirchenmusikerin Heike Reimers sorgte auf ihrem Keyboard für die Begleitung der Choräle und wartete mit anspruchsvollen Vor- und Nachspielen auf. In Ermangelung eines Glockengeläutes studierte sie zum Auftakt der Veranstaltung mit den zahlreich erschienenen Teilnehmern per Crash-Verfahren einen dreistimmigen Kanon ein: „Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn!“ Der Gesang mischte sich in romantischer Weise mit fröhlichem Vogelgezwitscher. Dagegen wirkten die vielen im Publikum aktivierten Mückenspraydosen ein wenig ernüchternd. In seiner Predigt ging Pastor Barten schwerpunktmäßig auf die im Lukas-Evangelium enthaltene, von ihm nacherzählte Geschichte vom „Pfingstwunder“ ein, das darin bestand, dass Tausende von Menschen unterschiedlichster Herkunft in vielerlei Sprachen redeten und sich dennoch verstanden. Dies gab den bislang verängstigen Jüngern Jesu die Kraft, sich offen zu ihm zu bekennen und somit den „Geburtstag der Kirche“ einzuleiten. „Mit dem biblischen Pfingstfest,“ so Günther Barten, „beginnt eine Zeit, in der es in der Kirche – hoffentlich – geistreich zugeht, da der Heilige Geist ihr Rückenwind verleiht.“ Nach dem wuchtigen Kirchenlied „Komm, Heil`ger Geist, mit deine Kraft“, bat Pastor Barten die neue Küsterin und den schon einige Monate amtierenden Friedhofsbeauftragten der Kirchengemeinde St. Laurentius, Martina Jänisch und Gerhard Tobiesen, zu sich an den Altar, um beide offiziell in ihr Amt einzuführen. „Martina,“ so sprach er, „zu deinen Aufgaben zählt, die Kirche für alle Gottesdienste und Amtshandlungen, die in einer lebendigen Gemeinde anfallen, herzurichten.“ Gerhard Tobiesen dagegen sei verantwortlich für alle Vorgänge außerhalb der Kirchenmauern und dafür, dass der Friedhof samt seiner Gräber einen gepflegten, einladenden Charakter aufweise. „Wir freuen uns auf eine harmonische Zusammenarbeit und hoffen, dass euer Dienst sich als ein Segen für unsere Gemeinde erweisen wird,“ so Günther Barten.

Als Vorsitzender des Kirchengemeinderates Karlum und Vorsitzende des Fördervereins „Freunde der St. Laurentius-Kirche Karlum“ schlossen sich Dieter Enewaldsen und Dr. Karin Tuxhorn den Glückwünschen des Pastors an, indem sie den Angesprochenen Blumensträuße überreichten.

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