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„Gospel to go“ in der Ladelunder St. Petri-Kirche

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bereits zum zweiten Mal organisierte der Leiter des Kirchenchores St. Petri, Mirko March, ein amts- und gemeindeübergreifendes Chorprojekt unter dem Motto „Gospel to go“. Da die Bitte um Beteiligung in benachbarten Chören ergab, dass viele Sänger terminlich anderweitig gebunden waren, fiel die Zahl der Mitwirkenden – im Vergleich zum gleichnamigen Projekt vom November 2013 – deutlich geringer aus. Da es sich aber bei den neun Sängerinnen, die von Rainer Klosinsky (Bredstedt) am E-Bass und Mirko March am Klavier instrumental begleitet und unterstützt wurden, ausnahmslos um Vokalistinnen handelte, die schon auf eine langjährige Chorerfahrung zurückblicken können und deshalb auch über sichere Notenkenntnisse verfügen, war es ihnen möglich, innerhalb von nur zwei Tagen eine fünfsätzige, von Bert Ruf komponierte „Gospelmesse“ zu erlernen. Am Vormittag des dritten Tages führten sie das Gelernte in der Ladelunder St. Petri-Kirche sicher öffentlich auf. „Das Motto Gospel to go (Gospel zum Mitnehmen) weist auf die Erwartung hin, ein Programm zügig einstudieren zu können“, so Mirko March.

Dies gelang auch dank intensiver Probenarbeit im Pastorat, die teils stimmenweise, teils mit dem Gesamtchor durchgeführt wurde. Die verantwortungsvollen Rollen zweier Solistinnen übernahmen Angela Labatzki (Sopran) und Sylvia Klosinky (Alt), die sich bei einem Satz auch gemeinsam als Duett zu präsentieren hatten.

Die von Mirko March ausgewählte Messe als Beitrag zum Gottesdienst „Kantate“, dessen Name jedermann auffordert, zum Lobe Gottes zu singen, weist die für traditionelle Messen übliche Satzfolge auf, nur liegt jedem einzelnen Satz die Melodie eines bekannten Gospels zugrunde: „Kyrie“ (Trying to get home), „Gloria“ (Give me that old time religion), „Credo“ (Lord, let us sing), „Sanctus“ (Holy, holy, holy) und „Agnus Dei“ (Let us break bread together).

Trotz der relativ geringen Zahl der Vokalistinnen entwickelte der Projektchor in dem von Pastor Hans-Joachim Stuck gestalteten Gottesdienst eine erstaunliche Klangfülle und erfreute seine Zuhörer durch saubere Intonation und klare Aussprache. E-Bass und Klavier leisteten den Sängerinnen rhythmischen und harmonischen Halt, ohne sie akustisch zu überdecken. Zur Verblüffung der Zuhörer erwies sich das normalerweise andächtig zelebrierte „Sanctus“ als fetzigster Tonsatz der Messe. Als „Sahnestück“ der Ruf’schen Komposition wusste das gefühlvolle, unmittelbar ins Ohr gehende „Agnus Dei“ besonders zu gefallen. Als der lebhafte Beifall des Publikums verklungen war, formulierte Pastor Stuck das Fazit der Darbietung zutreffend mit dem Satz: „Der Lobgesang ist angekommen!“

Ergänzend stellte Mirko March auf der Paschen-Orgel zum Kirchenlied „Großer Gott, wir loben Dich“ einen schlichten, traditionellen Choralsatz einer mitreißenden Version moderner Art gegenüber und verabschiedete die Gottesdienstbesucher – überwiegend frei improvisierend – mit dem per E-Piano vorgetragenen „Sonntagmorgen-Frühaufstehblues“.

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erstellt am 19.Mai.2014 | 11:17 Uhr

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