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Im Interview : „Go!müse“ sucht weitere Hobbybauern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Verein baut auf einem 30 mal 30 Meter großem Feld Gemüse für den Eigenbedarf an. Weitere Hobbybauern sind willkommen.

Das Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt am besten, das ist das Credo des Vereins „Go!müse“. Er besteht seit 2014 und hat sich der gemeinschaftlichen Erzeugung von ökologisch angebautem Gemüse verschrieben. Unsere Mitarbeiterin Marion Wick sprach mit Vorstandsmitglied Claudia Friedrichsen (Foto) über das Projekt.

Frau Friedrichsen, was und wo ist „Go!müse“" genau ?
Ein eingetragener Verein und die Geschäftsadresse ist in Niebüll. Unser Garten befindet sich auf einen Feld eines Vereinsmitglieds im Kornkoog. Dort wollen wir gemeinschaftlich gärtnern und haben uns zurzeit für eine Vierfelderwirtschaft entschieden. Uns ist wichtig auf Hybridpflanzen zu verzichten und wir sind bemüht, viel über ökologischen Gemüseanbau zu lernen. Da das Gärtnern aus der Mode gekommen ist, fangen einige von uns bei „Null“ an, ich gehöre auch dazu. Auch die Kultivierung von Saaten haben wir uns auf die Agenda geschrieben sowie Nachhaltigkeit. Aber vor allem steht der Spaß am Gärtnern im Vordergrund.

Wie entstand die Idee, den Verein zu gründen?
Einige von den Gründungsmitgliedern haben den Film gesehen „die Strategie der krummen Gurken“ von der Kooperative Garten Coop Freiburg. Sie waren so begeistert von der Idee der Freiburger und haben sich zusammengesetzt und ein Konzept für Niebüll und Umgebung gemacht. Ich bin durch eine Zeitungsannonce aufmerksam geworden und bin zu dem Treffen gegangen. Das fand im Herbst 2014 in JIM's Kaffee statt, und seit dem ist viel passiert. Im ersten Jahr haben wir einen offiziellen Verein gegründet. Wir haben in privaten Grundstücken in Niebüll und Leck gegärtnert. Dann ist ein neuer Hobbygärtner zu uns in den Verein gekommen. Er stellt uns ein zentrales Grundstück zur Verfügung. Da haben wir am Ende der Saison eine Fläche von 30 mal 30 Metern umpflügen lassen und dieses Stück Erde im zweiten „Go!müsejahr“ bearbeitet.

Wie werden denn bei Ihnen Arbeit und Gemüse aufgeteilt?
Da uns eine Struktur gefehlt hat, haben wir uns am Ende der zweiten Saison zusammengesetzt und überlegt, was wir besser machen können. Wir sind dann zu dem Entschluss gekommen, am Anfang der dritten Gartensaison ein Planungswochenende zu machen. Dies war am 21. und 22. Januar. Fast alle Mitglieder nahmen teil. Nach der Mitgliederversammlung, bei der sich der Vorstand neu zusammengesetzt hat, haben wir uns in drei Teams aufgeteilt. Ein Team hat sich mit der Infrastruktur befasst. Da wir letztes Jahr viele Feldhasen zu Besuch hatten, ist geplant den Zaun noch mit einem Kaninchendraht zu ergänzen. Dann war noch die Bewässerung ein Thema und ein Kompost muss gebaut werden. Die nächste Gruppe hat sich mit dem Thema Bodenverbesserung beschäftigt und das dritte Team mit der Gartenplanung. Jeder macht so viel wie er Lust und Zeit hat und die Ernte wird am Ende gerecht aufgeteilt.

Können noch weitere Hobbygärtner Mitglied werden? An wen müssen sich Interessenten wenden?
Unser letztes Apfelfest im Oktober 2016, das in den Räumlichkeiten der Gemeinde Galmsbüll stattfand, wurde gut besucht. Es waren auch einige Interessenten da, die Lust hatten, bei uns mitzumachen. Darüber haben wir uns sehr gefreut und uns überlegt, dass wir am 5. März Interessierte in unseren Garten einladen. Wer sich danach noch angesprochen fühlt und entscheidet, bei uns Mitglied zu werden, kann schon bei der ersten Aktion mitmachen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 60 Euro im Jahr. Das Geld wird für Investitionen und vor allem für die Saat ausgegeben. Uns kann man über die E-Mailadresse info@gomuese.de erreichen und es gibt auch eine Facebookseite mit unseren Kontaktdaten.


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erstellt am 13.Feb.2017 | 17:52 Uhr

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