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Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:47 Uhr

Orkanspuren : Giebelschaden am Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

An der Dagebüller Kirche St. Dionysius werden derzeit die Spuren der Herbstorkane beseitigt. Auch die Fahretofter Kirche muss repariert werden.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 12:15 Uhr

Die beiden Herbst-Orkane „Christian“ und „Xaver“ haben am Dagebüller Gotteshaus, der Kirche St. Dionysius auf der Kirchwarft, erhebliche Schäden angerichtet. Ein Baugerüst am Ostgiebel der unter Denkmalschutz stehenden Kirche weist auf die Schadstellen hin. Handwerker sind zurzeit dabei, die Schäden zu beseitigen. Die erst jetzt in Angriff genommenen Arbeiten erklären sich damit, dass für den am Mauerwerk verwendeten Kalkmörtel wärmere Temperaturen vonnöten sind. „Bei Frost läuft da nichts“, erläuterte Kirchengemeinderatsmitglied Asmus Andresen, der seiner Dagebüller Kirche seit 20 Jahren ehrenamtlich zu Diensten ist.

Was ist passiert an der Kirche? Pastorin Antje Iser Asmussen nimmt ihren Spickzettel zur Hand: Den Ostgiebel hat es am stärksten getroffen. Dort hat sich die obere Verkleidung der Giebelwand gelöst. Auch muss das Mauerwerk nachverfugt werden. Außerdem ist die Verbindung zwischen Giebel und Dach undicht geworden, sodass Regenwasser eindringen kann. Am Turm riss der Orkan Löcher ins Dach. Teilweise brachte „Xaver“ noch weitere Schäden zutage, die dringend behoben werden müssen.

Schäden am Dach gab es auch an der Fahretofter Kirche St. Laurentius. Pastorin Ise-Asmussen konnte die Schadenshöhe noch nicht beziffern, schätzt aber den Versicherungsschaden auf mehr als 15 000 Euro.

Gemessen an anderen Schäden, die die beiden Orkane anrichteten, ist die Dagebüller Kirche noch glimpflich davongekommen. Doch gleichwohl ist das, was die Naturgewalt anrichtete, mit besonderer Sensibilität zu sehen. Die nach dem Märtyrer und ersten Bischof von Paris St. Denis bekannte Kirche St. Dionysius wurde 1731 eingeweiht. Sie wurde an derselben Stelle errichtet, an der eine baufällige und zu kleine Kapelle gestanden hatte. Standort war eine bis 1700 unbedeichte Hallig, die erst nach der Eindeichung des Kleiseerkooges (1717) landfest wurde.

Besonderheiten der Dagebüller Kirche sind unter anderem der Barockaltar, das noch junge Altarparament, die Taufe und die Marcussen-Orgel aus Apenrade. Neben der Kanzel mit ihrem Schalldeckel ist der Stifter und Erbauer der Kirche auf einem Gemälde verewigt: Pastor Andreas Ewald, ein Vorfahr von Amtsvorsteher Peter Ewaldsen.

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