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Wirtschaftsförderung : Gewerbestandort und Reiseziel

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wirtschaftsförderung Nordfriesland stellt Ansiedlungsflächen auf Münchner Immobilien-Messe vor

Ein Berghotel in Österreich, eine Shopping-Mall in Großbritannien oder ein Flughafen in Leck? Wer hierher kommt, sucht nicht nach Booten, Maschinen oder Autos, sondern denkt im großen Maßstab. Auf Europas größter Immobilienmesse Expo Real in München werden drei Tage lang Gebäude und Gewerbeflächen gehandelt.

„Wir hatten bereits mehrere Anfragen von Unternehmen, die nach einem Standort für ein Datencenter suchen“, berichtet Steffen Volk, Konversionsmanager der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland. Die WFG NF war zusammen mit 27 weiteren Wirtschaftsförderern, Projektentwicklern, Regionsvertretern, Maklern und Dienstleistern aus Schleswig-Holstein am gemeinsamen Messestand des nördlichsten Bundeslandes vertreten, den die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) unter der Dachmarke „Der echte Norden“ organisiert hatte.

Der ehemalige Militärflugplatz in Leck wäre für die Ansiedlung von Datenverarbeitungs-Unternehmen sehr gut geeignet. Mit der 90 Hektar großen Fläche sowie kommunalen Gewerbegebieten und denkbaren Hotelstandorten aus ganz Nordfriesland im Gepäck warben Volk und der Regionalmanager der WFG NF, Tilmann Meyer, für den Wirtschaftsstandort im Nordwesten Schleswig-Holsteins.

„Die Anfragen nach Flächen mit Energieversorgungs-Konzepten auf der Basis von erneuerbaren Energien nehmen zu“, berichtet Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der WFG NF. „In Nordfriesland mit seinen Windparks, Solar- und Biogasanlagen sowie Speicherprojekten haben wir gute Voraussetzungen für eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien.“ Hüppauff unterstützte während der ersten beiden Messe-Tage seine Mitarbeiter.

Mit kurzen Videosequenzen, teilweise mit einer fliegenden Kamera-Drohne gedreht, präsentierte die WFG NF die Konversionsflächen in Leck und Seeth – „Konversion“ ist die Umwandlung von militärischer in zivile Nutzung. Für den ehemaligen Militärflugplatz haben die Gemeinden Leck, Klixbüll und Tinningstedt zusammen mit der WFG NF und einem Planungsbüro bereits einen Nutzungsplan ausgearbeitet, der neben Gewerbeflächen – zum Beispiel für Datencenter – auch Wohnhäuser für flugbegeisterte Menschen vorsieht, die ihren Privatjet direkt vor der eigenen Auffahrt parken wollen. „Solche Fly-In Villages gibt es schon lange in den USA, auch in anderen Teilen Deutschlands werden sie gebaut“, berichtete Volk.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der gleich am ersten Tag den Schleswig-Holstein-Stand auf der Expo Real besuchte, zeigte sich sehr interessiert an den aktuellen Konversionsprojekten, insbesondere an der Konzeption zum Flughafen Leck.

Tilmann Meyer nutzte die Messe auch, um Kontakte zu Hotel-Investoren und Destinations-Entwicklern zu knüpfen. „Destination“ steht hier für Reiseziel. Der Regionalmanager möchte die touristischen Potenziale der nordfriesischen Mittelzentren wie Friedrichstadt oder Bredstedt sowie die Attraktivität Husums mit der geplanten Neugestaltung des Naherholungsgebietes Dockkoog weiter entwickeln. Das WFG-Team zeigte sich mit den Gesprächen während der Messe sehr zufrieden. „Es ist enorm viel Geld unterwegs“, so die Einschätzung von WFG-Chef Dr. Matthias Hüppauff.

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