Neujahrsempfang : „Gewaltig, was da passiert“

Zufrieden und zuversichtlich: Die vier Bürgermeister (v.li.) Peter Max Hansen (Westre), Rosemarie Lorenzen (Bramstedtlund), Werner Richardsen (Karlum) und Rüdiger Brümmer (Ladelund).
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Zufrieden und zuversichtlich: Die vier Bürgermeister (v.li.) Peter Max Hansen (Westre), Rosemarie Lorenzen (Bramstedtlund), Werner Richardsen (Karlum) und Rüdiger Brümmer (Ladelund).

Beim Neujahrsempfang im Pastorat gab es Rück- und Ausblicke über die Aktivitäten in Ladelund, Bramstedtlund und Westre.

shz.de von
17. Januar 2018, 11:58 Uhr

Ladelund | „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – diese Worte stellte Sighart Baumgardt, Vorsitzender des Kirchengemeinderates St. Petri, an den Anfang der Grußworte zum Neujahrsempfang in Ladelund. Dem geselligen Treffen im Pastorat war ein von Pastor Hans-Joachim Stuck gestalteter Gottesdienst in der St. Petri-Kirche vorausgegangen. Was war im vergangenen Jahr, was kommt im gerade begonnenen? Diese Frage durften haupt- oder ehrenamtlich tätige Aktive sowie Repräsentanten örtlicher Vereine, Verbände und Institutionen beantworten.


Konversionsprojekte im Fokus

Bramstedtlunds Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen blickte sehr zufrieden zurück auf den Abschluss der Tiefbauarbeiten für das neue Baugebiet, die Note „Sehr gut“ für die Feuerwehr bei der Leistungsprüfung Roter Hahn sowie die Einweihung des Windparks Brebek. Ende des Jahres sei ein Kaufzuschlag für das ehemalige Sanitäts-Material-Depot der Bundeswehr an eine junge Unternehmergruppe mit einem spannenden Projekt erteilt worden: „Darauf freuen wir uns sehr, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt“, sagt die Bürgermeisterin. Angedacht ist dort unter anderem, Rechenzentren zu errichten und und mit der Abwärme Indoor-Landwirtschaft zu betreiben.

Für 2018 stehen laut Lorenzen die Weiterentwicklung der beiden Konversionsprojekte auf Gemeindegrund im Fokus, zudem eine Reparatur der Gemeindewege: „Die sehen zum Teil ganz spektakulär schlecht aus.“ Durch eine Steuerrückzahlung könne Bramstedtlund 2018 finanziell etwas flexibler handeln, so die Bürgermeisterin. Sie verlieh zudem ihrer Hoffnung Ausdruck, derzufolge es nach dem Moratorium der Landesregierung zu einer positiven Entscheidung für die Planungen des Bürgerwindparks Bramstedtlund komme.


Freude über Radweg-Bau in Süderlügum

Westres Bürgermeister Peter Max Hansen berichtete, dass seine Gemeinde bereits bestens auf den Anschluss ans Breitbandnetz vorbereitet sei: „Wir haben für 45 000 Euro Leerrohre in die Erde gebuddelt, um die Kosten pro Haushalt möglichst niedrig zu halten“, sagte der Bürgermeister, der damit rechnet, 2019 schnelles Internet in Westre angekommen sein werde. Wegebau sei bereits 2018 generell ein Thema in der Gemeinde; besonders freute sich Bürgermeister Hansen über die jüngsten Entwicklungen zum Thema Radweg: „Wir haben bereits ein Stück Radweg Richtung Süderlügum gebaut. Zu meiner Freude hat jetzt Süderlügum den Beschluss gefasst, den Weg auch in Angriff zu nehmen.“

Zudem sieht es laut Hansen ganz danach aus, dass eine Wasserstofftankstelle in Westre gebaut wird, die mit Strom aus dem Windpark Ellhöft gespeist werden soll (wir berichten demnächst ausführlich). „Es gibt viele Zukunftsprojekte in unserer Region. Es ist schon gewaltig, was da passiert.“ Dagegen fand es Peter Max Hansen „betrüblich“, dass so gut wie niemand am Bürgerworkshop zur gemeinsamen Ortsentwicklung mit Ladelund und Bramstedtlund teilgenommen habe. Das Thema werde aber weiterverfolgt: „Projekte, die daraus entstehen, können mit bis zu 75 Prozent gefördert werden.“


Mehr Schüler und Kita-Kinder

Das geplante gemeinsame Konzept zur Entwicklung der Dörfer sprach auch Ladelunds Bürgermeister Rüdiger Brümmer als Thema für 2018 in der Gemeinde an, am Kirchspielkrug stehe eine Dacherneuerung and, zudem sei ein Neubaugebiet in Planung. 2017 sei das neue Feuerwehrgerätehaus in Ladelund fertig gestellt worden, das alte werde derzeit saniert, damit es bald dem Bürgerbus-Verein zur Verfügung stehen könne. Die KZ-Gedächtnisstätte sei modernisiert worden, Bürgermeister Brümmer nutzte die Gelegenheit, allen Bürgern zu danken, die sich ehrenamtlich einsetzen: „Hier klappt das sehr gut.“

Schulverbandsvorsteher Hans-Heinrich Petersen äußerte sich „hochzufrieden und begeistert“ über die Arbeit von Jana Borchering. Sie leitet die Grundschule Ladelund in Vertretung für Maren Jappsen-Gottburg, die ein Sabbatjahr genommen hat. Die Schülerzahl sei wieder auf mehr als 70 gestiegen – „das ist wichtig für die Existenzen von Dorfschulen“, so Petersen. Auch platze der Kindergarten aus allen Nähten, weshalb ein Kita-Anbau in Planung sei.

Weiterhin hat der Freundeskreis Grundschule laut Petersen eine Umgestaltung des Schulhofes angeregt. „Dafür wurde ein Baubegleitausschuss gebildet, die Maßnahmen sollen sukzessive über die nächsten Jahre umgesetzt werden.“ Der Betrieb der Schulküche, der personell ehrenamtlich vom Freundeskreis gestemmt wird, wird ab August an den Verein für Jugenderholung abgegeben.


Kirche kündigt Extra-Veranstaltung an

Bevor es vom informativen zum gemütlichen Teil überging, machte es Gastgeber Sighart Baumgardt noch spannend: Die Kirchengemeinde werde Mitte Februar zu einer eigenen Veranstaltung mit Rück- und Ausblick einladen. „Mit Blick auf all’ die Aktivitäten, die hier stattfinden, sage ich immer wieder gern: Wir sind lebens- und liebenswerte Gemeinden. Ich freue mich, dass ich hier leben darf“, so der Vorsitzende des Kirchengemeinderats.




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