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Gesprächskreis Politik debattierte über die Tendenz der Radikalisierung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Religion und Fanatismus – wie passt das zusammen? Im Wiedingharder Infozentrum kamen auf Einladung des Gesprächskreises Politik gestern erneut Interessierte zum regionalen Meinungsaustausch zusammen. Kernfrage des internationaler Frühschoppens: Wie reagiert der Einzelne und die Gesellschaft auf Fanatismus; speziell auf den sogenannten Islamismus? In einer offenen Diskussion wurde klar, dass es gegen religiös-politische Eiferer derzeit kein richtiges Gegenmittel gibt. „Der Glaube an den Islam ist zu stark“, bemerkte eine Integrationslehrerin aus dem Süddeutschen. Der Islam habe viele positive Ansätze, bemerkte eine Diskutantin; so die Achtung des Alters – das kam in der Runde der Grauköpfe gut an: Moderator Norbert Meixner kam zu dem Schluss, dass dies ein Thema für die übernächste Gesprächskreisrunde sein müsse. Der Verlust an Werten in der westlichen Gesellschaft, ein Grund für Radikalisierung? Sicherlich hätten die Lebenssituationen in den ärmeren Ländern auch damit zu tun; und vor allem mit den gnadenlosen Vorkämpfern der IS. Der islamische Staat könne nur durch militärischen Einsatz verhindert werden, bemerkte dazu ein früherer Offizier.

Neben militärstrategischen Überlegungen schwappte die Debatte immer wieder auf das Grundsätzliche zurück. Wie schafft man eine neue, bunte Welt, in der alle gleichberechtigt sind? Moderator Rainer Adelheim führte die Diskussion immer wieder zusammen; lieferte wie sein Kompagnon wichtige Fakten. Die Freiheit der Demokratie gelte es zu verteidigen – darin war man sich am Ende einig: Meinungsfreiheit, so wie an diesem Vormittag lebendig ausgelebt, sei ein hohes Gut.

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erstellt am 19.Okt.2014 | 15:30 Uhr

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