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Neugestaltung Rathausplatz Niebüll : „Gerangel“ um die Energiesäulen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgestatteter Edelstahlbehälter soll die Versorgung auf dem Rathausplatz komfortabler machen

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Den Rathausplatz weiterhin optisch beleben – diesen Vorschlag hatte die CDU–Fraktion in der Vergangenheit nicht nur einmal dem Ausschuss für Bau und Verkehr gemacht. Geschehen ist bisher einiges. So wurden im vergangenen Jahr auf der westlichen Platzseite drei Louis-Poulsen-Leuchten auf LED umgerüstet, im Herbst sind die restlichen dran. Die Beleuchtung des Durchganges am Rathaus wurde vor vier Jahren mit 20 Deckenleuchten bestückt. Neue Leuchtmittel gibt es in den kommenden Wochen für den Durchgang zu den WC-Anlagen und in Richtung Parkplatz zum Westersteig sowie für die Wandleuchten am Parkplatz. Die Stufen erhalten aus Sicherheitsgründen weiße Markierungen.

Doch damit soll nicht genug sein. Der Beschlussvorschlag für die Mitglieder im „Ausschuss für Bau und Verkehr“ lautete, für den Haushalt 2015 für die Installation einer Energiesäule mit Wasser- und Stromanschlüssen sowie für zwei Bodeneinbaustrahler mit weißem und farbigen LEDs auf dem Rathausplatz 11 000 Euro einzusetzen. Wozu? Die Energiesäule aus Edelstahl könnte in der Nähe des Haizmann-Museums unter der alten Eiche platziert (hier bestünden gute Anschlussmöglichkeiten zum Museum) die Versorgung mit Elektrizität und Frischwasser verbessern. Denn die fehlt bisher auf der östlichen Seite des Platzes. Genutzt wird der gesamte Bereich nicht für den Wochenmarkt. Auch der Weihnachtsmarkt ist hier alljährlich aufgebaut. Die Kosten für eine Energiesäule aus Edelstahl, einschließlich der Leitungsverlegung für Wasser und Strom sowie der Anschlüsse, betragen etwa 6 500 Euro pro Stück.

Diskutiert wurde unter den Ausschussmitgliedern Sinn und Unsinn dieser Maßnahme. Von Lob bis „Unsinn“ waren alle Meinungen vertreten. Ob durch die Installation einer einzelnen Energiesäule auch das Kabelwirrwarr während des Wochenmarktes oder des Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz ein Ende hat, bezweifelte Bert Bruhn (CDU): „Wir werden das Problem nicht lösen, es sei denn, wir stellen sieben von den Versorgern auf.“

Die weiterhin in dem Beschlussvorschlag erwähnten Bodeneinbaustrahler mit LED -Leuchten könnten in der dunkleren Zeit und in den Abendstunden über eine Zeitschaltuhr die große Eiche auf dem Platz „anstrahlen“, beim Einsatz von farbigen LEDs den Platz bei „entsprechender Inszenierung sogar zur Bühne werden lassen“. Hierfür seien noch einmal etwa 3 000 bis 4 000 Euro zu veranschlagen.

Einig wurden sich die Ausschussmitglieder nicht. Keinesfalls wolle man den Aufwand betreiben und, wie im Mai beschlossen, zu diesem Thema die Mitglieder eines weiteren Ausschusses in einer gemeinsamen Sitzung zu hören. Gespräche wird es nun mit der Verwaltung geben. Karl-Heinz Schmidt (SPD): „Wir werden einen Diskussionsvorschlag einbringen.“ Bettina Fritzsche (CDU) plädierte dafür, den Kreis der Teilnehmer möglichst klein zu halten. Mehr zu sein bedeute nicht, „dass am Ende auch mehr dabei heraus kommt“.

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