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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 00:32 Uhr

Gerätehaus vor der Fertigstellung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am 1. Mai sollen die Arbeiten am Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr beendet sein / Zustimmung für den Teilflächennutzungsplan zur Windenergie

47 Zuhörer waren zur Sitzung der Gemeindevertretung Enge-Sande in den Enger Dörpskrog gekommen. Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen eröffnete die Zusammenkunft mit der Mitteilung, Bernd Boysen habe wenige Stunden zuvor sein Mandat als Gemeindevertreter mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Dies sei besonders bedauerlich, da sich dieser 26 Jahre lang mit außergewöhnlichem Engagement für die Belange seiner Gemeinde eingesetzt habe. Zum Grund für den Rücktritt wurde nichts gesagt.

Zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses berichtete Jan Gregersen, es verlaufe alles planmäßig. Die Heizung sei in Betrieb genommen worden, die Arbeit der Maler nahezu abgeschlossen. Die Fliesenleger könnten noch im Februar tätig werden. Es bestehe die Hoffnung, die Baumaßnahme bis zum 1. Mai abschließen zu können.

Angemahnt wurde eine versprochene Einwohnerversammlung zum Thema Windkraftentwicklung. Bürgermeister Thomsen gab bekannt, die Veranstaltung werde am 20. April stattfinden, weil damit zu rechnen sei, dass zu dem Zeitpunkt die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur 18. Änderung des Flächennutzungsplans vorliegen. Die Überprüfung des Gemeindegebietes durch das beauftragte Planungsbüro GFN (Kiel-Molfsee) hatte ergeben, dass sich zwei potenzielle Flächen anbieten: Klingenberg und Knorburg. Im erstgenannten Gebiet wurden bereits – im Zusammenhang mit dem Offshore-Trainingszentrum – vier Windkraftanlagen errichtet. Möglicherweise lassen sich dort per Ausnahmeregelung noch zwei weitere Anlagen aufstellen. Sollten die Landesplanungsbehörden dazu ihre Zustimmung signalisieren, werde die Gemeinde ihr Einverständnis geben, sagte Bürgermeister Thomsen.

Im Potenzialgebiet Knorburg war im Regionalplan 2012 ein Eignungsgebiet ausgewiesen, das sich auf das Gebiet der Gemeinde Stadum erstreckte. Auf dem Gebiet der Gemeinde Enge-Sande wurden drei Windenergieanlagen aufgestellt. In Richtung der Landesstraße 4 ergibt sich bei der Potenzialanalyse die Möglichkeit, die Fläche zu verlängern und somit Raum für vier weitere Anlagen zu schaffen.

Einwohner, die sich zu Worte meldeten, monierten, dass nicht weitere Flächen für die Windkraftnutzung ausgewiesen wurden. Andere beanstandeten, die Errichtung weiterer Anlagen erfolge in unmittelbarer Nähe bereits vorhandener Windmühlen und beeinträchtige somit die Lebensqualität der hier lebenden Anlieger.

Bürgermeister Thomsen stellte heraus, angesichts des nicht bei allen Einwohnern gleichen Informationsstandes sei es schwierig, es allen recht zu machen und Entscheidungen zum Wohl der ganzen Gemeinde zu treffen. Dies aber sei nun einmal Aufgabe der gewählten Gemeindevertreter. Die Abstimmung über den diskutierten Entwurf zum Teilflächennutzungsplan Windenergie ergab seitens der Gemeindevertretung eine deutliche Zustimmung.

Für den Ausschuss für Schule, Kultur und Sport berichtete dessen Vorsitzende, Birte Matthiesen, die „Offene Gesamtschule“ an der Grundschule sei im Februar angelaufen. An vier Tagen der Woche würden Angebote vorgehalten. Sie würden zur Zeit von 23 der 54 Schüler wahrgenommen. Der Kindergarten sei inzwischen bis 16 Uhr geöffnet.

Abschließend wurde gemeldet, die Beleuchtung des Buswendeplatzes bei der Firma Gerson reiche nicht aus. „Wir werden uns darum kümmern,“ versprach der Bürgermeister.


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erstellt am 21.Feb.2016 | 19:22 Uhr

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