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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:52 Uhr

Konzert : Genuss von Bach bis Mendelssohn

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Hamburgerin Christa Behn ist eine international bekannte Größe. Im Werner Weckwerth-Museum im Lübke-Koog präsentierte die Pianistin ausgesuchte Kompositionen. Höhepunkt war die Wanderer-Fantasie von Franz Schubert.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 08:45 Uhr

Christa Behn konzertierte mit ausgesuchten Kompositionen von Bach, Brahms, Behn, Mendelssohn und Schubert im Werner Weckwerth-Museum. Die Hamburgerin ist eine international bekannte Größe, die unter anderem in der Frankfurter Alten Oper, der Berliner Philharmonie und auf dem Schleswig-Holstein-Musikfestival spielte. Christa Behn stellte die jeweiligen Stücke kenntnisreich vor.

Zunächst Carl Philipp Emanuel Bachs „Les folies d'Espagne“, ein melodisch-harmonisches Satzmodell, das prickelnd wie Sekt in dem eher düsteren Konzertsaal wirkte, in den gerade noch die Abendsonne hineinblitzte. „Als Hamburger Deern darf Brahms natürlich nicht fehlen“, erklärte die Pianistin, um sich mit Verve den Klavier-Intermezzi und Caprizzio aus dem Spätwerk zu widmen. Der Komponist, Pianist, Kapellmeister und Musikarrangeur Hermann Behn ist ein Urgroßonkel der Künstlerin. Seine anspruchsvollen Variationen fanden ebenso großen Zuspruch wie Mendelssohns „Variations sérieuses op. 54“. Es gilt zu Recht als eines der Meisterwerke des Komponisten. Hier zeigte sich die Meisterschaft der Pianistin, große Erfahrung und Leidenschaft – ein Genuss. Nach der Pause dann der Höhepunkt des Abends: Christa Behn hatte mit der Wanderer-Fantasie von Franz Schubert ein revolutionäres Halbstunden-Opus ausgesucht.

„Sie werden erstaunt sein, wie Schubert immer wieder ein Motiv, das „Dammdattada“ erklingen lässt. Das hat es vorher noch nicht gegeben“, so Christa Behn. „Es wirkt tatsächlich wie eine Wanderung, es geht immer wieder von vorn los.“ Eine nahezu perfekte Darbietung: Virtuos, leichtfüßig, dabei sehr rhythmisch mit unglaublichen Läufen – eine Herausforderung für Pianisten. Christa Behn zeigte sich auch hier als besondere Künstlerin. Ihr gefiel, wie dem Publikum, die spezielle Atmosphäre im Museum. Gemeinsam mit der Hausherrin, Helga Weckwerth, die Texte rezitierte, gelang eine blumenreiche Zugabe. Viel Beifall, erfüllte und glückliche Gesichter. Am 26. Oktober findet zum Abschluss der Konzertsaison ein Saxophonabend statt. Erneut eine gute Gelegenheit, diese Kulturstätte im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog kennenzulernen.

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