Begegnung der Kulturen : Gemeinsam für mehr Frieden

Kerzen des Dankes durften angezündet werden.
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Kerzen des Dankes durften angezündet werden.

Rund 80 ausländische Mitbürger, Paten und interessierte Bürger reichten sich in Leck symbolisch die Hände.

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20. Juni 2018, 07:23 Uhr

Leck | Für den Frieden untereinander beteten sie und für das friedliche Zusammenleben. Alle miteinander hatten diesen Wunsch und kamen in die St. Willehad-Kirche. Um die 80 ausländische Mitbürger, Paten und interessierte Bürger reichten sich symbolisch die Hände beim zweiten interkulturellen Friedensgebet.

Für den „Frieden in der großen weiten Welt“ hatten die Menschen in Leck vor zwei Jahren gebeten. Jetzt ging es um den „Frieden unter uns“. Jeder durfte, niemand musste, alle wollten mitmachen bei den kleinen, aber vielsagenden Aktionen. Puzzle-Teile waren den Kirchgängern anfangs in die Hand gedrückt worden. Nun sollten diese zu drei Bildern zusammengefügt werden. Zusammen arbeiten, zusammen etwas schaffen – das gelang den Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen. Welches Puzzle-Motiv ihnen am wichtigsten war, dokumentierten sie, indem sie eine papierene Taube darauf klebten. Die meisten wählten die „blumige“ Weltkugel mit den verschiedenen Religionssymbolen.

Frieden erfordert besseres Verständnis untereinander und Lernen voneinander. Spielszenen aus dem Alltag verdeutlichten, wie Unkenntnis zu Missverständnissen führt, wie Vertrauen aufgebaut werden kann oder wie Freundschaften zwischen Menschen verschiedener Herkunft entstehen können. In deutscher, arabischer und persischer Sprache beteten die Menschen für den Frieden, Texte aus dem Koran und der Bibel wurden vorgelesen. Es wurde fröhlich gesungen und es durfte geklatscht werden bei dieser besonderen Andacht in der Kirche, die alle einte.

Bürger aus Leck und seinem Umland, Migranten aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Eritrea oder dem Iran, jüngere und ältere Leute – sie alle lebten die Gemeinsamkeit. Die Pastoren Stefan Möbius und Peter Janke luden schließlich ein, eine Kerze anzuzünden für einen lieben Menschen, als Dank für Erlebtes oder etwas anderes, was berührte. „Danke für diesen guten Abend“ sangen die Kirchgänger, bevor sie sich mit einem Imbiss stärkten und auf den Heimweg machten.

Die Speisen hatten Helfer vom „Aktiv Team“ in der Flüchtlingshilfe hergestellt. Zum Vorbereitungsteam gehörten die Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises Südtondern, Yvonne Berner, Monika Hahn-Naninga von der Ehrenamtsberatung Südtondern sowie deutsche und ausländische Mitbürger.

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