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Gemeinsam feiern für die örtliche Flüchtlingshilfe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Von der Idee bis zur Realität dauerte es knapp neun Monate: Frei nach dem Motto „Nicht reden, sondern machen“ realisierten die jugendlichen Initiatoren – allesamt Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll – im Juni des Vorjahres die öffentliche Benefizveranstaltung „Grenzenlos-Kultur-Leben“ und „erfeierten“ gemeinsam mit mehr als 450 Gästen die Spendensumme von 2  200. Euro. Ziel war es, den Erlös der Flüchtlingsarbeit vor Ort zu Gute kommen zu lassen. Vor kurzem übergaben nun die „GKL“-Macher und FPS-Schulleiter Eckhard Kruse symbolisch den Scheck über 2200 Euro für die Flüchtlingshilfe vor Ort an die Verantwortlichen der AWO.

„Wir haben alle Beteiligten von unserer Idee überzeugen können und gemeinsam Großes geschaffen,“ freut sich Momme Ritthoff im Namen des Teams. Der Wunsch der Jugendlichen, in Absprache mit den Verantwortlichen der AWO Vorschläge für die konkrete Verwendung von Teilbeträgen geben zu können, wird gern angenommen. „Uns ist es besonders wichtig, dass wir als Schüler an Projekten für Flüchtlinge – zusammen mit der Awo und dem gesammelten Geld – mitentscheiden und mitwirken können“, sagt Momme Ritthoff. Im Vordergrund sollen vor allem Projekte stehen, die Freundschaften und Kommunikation zwischen Kulturen langfristig und nachhaltig fördern. Die Planungen für kommende Projekte sind bereits in der Vorbereitung.

Der Grundgedanke für „Grenzenlos-Kultur-Leben“ (GKL) der Initiatoren Momme Ritthoff, Jannik Kabelström und Juliane Nissen, war 2015 geprägt durch die Geschehnisse im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen. Die Bilder in den Medien, die Schicksale und Probleme an den Grenzen im Jahr 2015 haben die Jugendlichen über Wochen beschäftigt. „Unsere Heimat Nordfriesland liegt zwar am Rande Deutschlands, aber dennoch ist auch bei uns die Flüchtlingskrise angekommen. Mitgereist sind Gefühle der Nutzlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Und genau dagegen wollen wir etwas unternehmen“, sagte Momme Ritthoff zum Start des Projektes.

Sie hatten genug davon, nicht helfen zu können und wollten etwas zur Unterstützung der hier ankommenden und lebenden Flüchtlinge tun. Es war ihnen wichtig, andere zum Mitwirken anzuregen und die Menschen zusammenzubringen – gemeinsam mit Flüchtlingen.

Das damalige Schülersprecherteam des Friedrich-Paulsen-Gymnasiums in Niebüll fand für die Idee der Benefizveranstaltung breite Zustimmung innerhalb der FPS-Schülervertretung. Für Unterstützung sorgte die Idee ebenfalls beim Schulleiter der FPS Eckhard Kruse, Bürgermeister Wilfried Bockholt und beim Amtsvorsteher Peter Ewaldsen, sowie dem Stadtmarketing und dem Kinder- und Jugendbeirat. Finanzielle Mittel für die Realisierung erhielt das Team auch durch die Initiative „Think Big“, die bundesweit nachahmenswerte Projekte unterstützt. Mit zahlreichen Aktiven wurde das Event vorbereitet und so manche Erfahrung gesammelt. International, multikulturell, lecker und fröhlich war es dann am Freitag, 17. Juni 2016, in und um die Mensa der FPS. Mehrere Hundert Gäste – jung und älter, heimisch und aus dem Fremde, Schüler und Erwachsene – folgten der Einladung, feierten für einen guten Zweck und genossen das Angebot. Das Programm war bunt und vielfältig wie die Gäste: Unterschiedliche Bands und ein Hamburger DJ, die unentgeltlich auftraten, sorgten für ausgelassene Konzertatmosphäre.

Kleine Speisen verschiedener Kulturen wurden vom Mensa-Koch Klaus Carstensen und Jörg Windheuser, Betreiber des Landgasthofes Achtruper Stuben, in Kooperation mit Syrern und mit Unterstützung von Schülern und Engagierten bereits Tage vorher vorbereitet und am Veranstaltungstag verkauft. Die Eintrittsgelder und die Einnahmen für den Imbiss sowie die per Spendendose am Abend gesammelten Gelder wurden nun nach Abzug der unvermeidbaren Kosten zusammengetragen worden und gespendet. Weitere Informationen im Internet: www.grenzenlos-kultur-leben.de.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 14:52 Uhr

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