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Neujahrsempfang : Gemeinsam das Vertrauen stärken

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer fand eindringliche Worte zur kommunalen und weltpolitischen Lage.

Zum traditionellen Neujahrsempfang lud Bürgermeister Werner Schweizer „Groß und Klein“ und sie kamen zahlreich. So zahlreich, dass der Gastgeber im voll besetzten Saal allein mehr als 30 Ehrenmitglieder namentlich begrüßen konnte.

Anschließend sprach Schweizer einige eindringliche Worte: Eine kürzlich vom Staatsrechtler Prof. Dr. Schliesky gehaltene Rede zitierend, beklagte der Bürgermeister, große Teile der Bevölkerung hätten aufgrund von erheblichen Funktions- und Glaubwürdigkeitsverlusten des Staates das Vertrauen in diesen verloren. Darum gelte es – auch auf kommunaler Ebene – die Wahrhaftigkeit zu pflegen, damit das Vertrauen der Menschen wieder wachsen könne und „unsere tollen Gebilde BRD und EU weiterhin stabil bleiben.“

Zu den Organisationen, die im Bereich der inneren Sicherheit bundesweit höchstes Ansehen genössen, zählten die Freiwilligen Feuerwehren. „Ihren Angehörigen gebührt Dank für ihre jederzeitige Einsatzbereitschaft, ihren Mitmenschen auf ehrenamtlicher Basis helfend zur Seite zu stehen.“ Dies gelte auch für Jörg Jacobsen, der kürzlich als stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Klixbüll/Bosbüll nach 18 Dienstjahren erneut in seinem Amt bestätigt wurde (wir berichteten). Er wurde nun durch den Bosbüller Bürgermeister Ingo Böhm zum Ehrenbeamten ernannt und neu vereidigt. „Menschenwürde wird grundsätzlich jedem in die Wiege gelegt, Ehre aber muss verdient werden,“ so Schweizer.

Dieser dankte auch Sieghard Rathke, dem Ombudsmann der Asylbewerber, für dessen engagierte Betreuung von 17 Flüchtlingen aus Syrien. Der „Bürgerstiftung Klixbüll“ sagte er Dank für die Unterstützung wichtiger Projekte wie die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessradars, einer Rollstuhlrampe, neun Elektrotankstellen und einer Rettungsschere. Der „Siegfried und Laura Hansen-Stiftung“ dankte er für die Bereitstellung von 5  000 Euro für unschuldig in Not geratene Menschen.

„Die Gemeinde hat alle für 2016 gesteckten Ziele ausnahmslos erfüllt.“ Böse Überraschungen seien ausgeblieben. Zu den Zielen zählten: der Verkauf und die Bebauung von Grundstücken im Baugebiet „Alter Sportplatz“, die Einweihung des Dörpscampus als Ort des Lebens und der Begegnung sowie die Breitbandversorgung. Die Anschaffung des neuen Schulbusses wertete er als „schwere Geburt, aber preisgünstigste Lösung des Schülertransportproblems.“

Es folgte ein unterhaltsamer Auftritt des Friesischen Singkreises der Wiedingharde, der sein Ständchen mit der friesischen Nationalhymne „Gölj, rüüd und ween“ (Gold, rot und blau) eröffnete und eine Reihe fröhlicher Lieder in friesischer und plattdeutscher Sprache folgen ließ.

Es folgte die Ehrung von „Personen, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl eingebrachte haben“. Die Ehrennadel in Silber ging an Iris Jensen für über zehn Jahre ehrenamtliches Leitung des Chors Klixbüll sowie des „Offenen Singens“. Auch Dirk Stammer erhielt die Ehrennadel. Er ist seit 1981 aktives Mitglied des Chores, ab 1994 Vorsitzender, Sprecher und gelegentlicher Solist.

Für 50 Jahre erfolgreiche Chorarbeit als Begleitakkordeonistin, -pianistin und Kirchenorganistin erhielt Käthe Jürgensen die Ehrennadel in Gold. Diese erhielten auch Dieter Tönder und Brundhild Lützen. Ersterer war bis zu seiner Pensionierung als Hausmeister, Busfahrer und Gärtner bei der Klixbüller Schule angestellt und war auch Bademeister und Schwimmlehrer des Schwimmbades. Einmal rettete er einem ertrunkenen Dreijährigen per Reanimierung das Leben. Brunhild Lützen ist seit 47 Jahren als Übungsleiterin in der Sparte Frauengymnastik aktiv und bietet heute noch immer Nordic Walking an. Sie sprang zudem an der Grundschule Klixbüll als Sport- und Schwimmlehrerin ein.


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erstellt am 01.Feb.2017 | 10:00 Uhr

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