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Sporthallen-Not in Süderlügum : Gemeindevertreter diskutieren Bau einer neuen Halle

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bisher von Vereinen genutzte Sportstätte fällt demnächst weg. Kritik an Kosten von 3,25, Millionen Euro.

Soll in Süderlügum neben der bestehenden großen Mehrzweckhalle eine weitere neue Sporthalle gebaut werden? Damit beschäftigte sich die Gemeindevertretung während ihrer jüngsten Sitzung im Gemeindehaus. Dazu legte der Vorsitzende des Sozial- und Sportausschusses Frank Fiege, einen im Ausschuss erarbeiteten Plan-Vorentwurf vor, der einen 47 mal 27 Meter großen Neubau auf der Wiese hinter der Mehrzweckhalle Richtung Osten neben dem Spielplatz vorsieht.

 Die grobe Kostenschätzung, wie Frank Fiege ausdrücklich betonte, hierfür beläuft sich auf stolze 3,25 Millionen Euro, was bei einigen Vertretern etwas Raunen verursachte. Einig waren sich alle darüber, dass hierzu noch viele Fragen offen, zahlreiche Positionen zu hinterfragen und in den entsprechenden Ausschüssen zu beraten sind.

Hintergrund für eine eventuelle „Sporthallen-Not“ in Süderlügum ist der bevorstehende Verkauf der ehemaligen Wimmersbüller Schule, einschließlich der dortigen Sporthalle, an den dänischen Schulverein. Laut Zusage kann diese Halle vorläufig auch weiterhin von den örtlichen Vereinen genutzt werden, aber die eigenen Interessen des künftigen Eigentümers und eventuelle Umbaumaßnahmen gehen vor. Hierzu schlug der Finanzausschussvorsitzende Momme Jürgensen vor, ein Gipfelgespräch mit der Chef-Etage des dänischen Schulvereins zu führen, wie die künftige Nutzung aussehen könnte.

Dazu sollen auch noch die derzeitigen Belegungszeiten der Wimmersbüller Halle sondiert werden. Gemeindevertreterin und Ausschussmitglied Marion Kuhn, gleichzeitig auch Vorsitzende des örtlichen Sportvereins, gab zu bedenken, dass durch die Ausweitung des Schulunterrichtes in die Nachmittagsstunden auch der Sportbetrieb künftig erst später beginnen kann. Somit ist man im Ort auf eine weitere Sportstätte angewiesen.

Mit diesem Thema werden sich sowohl die verschiedenen Ausschüsse wie auch die Gemeindevertretung selbst noch mehrmals in den kommenden Sitzungen beschäftigen müssen. Ebenso wie mit dem geplanten Bau eines Rad- und Gehweges von Süderlügum Richtung Westre, wo bereits in der vorherigen Sitzung die Emotionen bei einigen Anliegern hoch kochten. Jetzt wurde in der Einwohnerfragestunden wiederum von einem Bürger nachgefragt.

Dazu erklärte Bürgermeister Christian Magnus Petersen, dass die Beratungen derzeit im Umwelt- und Wegeausschuss geführt werden. Gemeindevertreter Gert Ries präsentierte dazu zwei von ihm getestete, ungefährliche Fahrradrouten vom Jugendwaldheim durch den Süderlügumer Forst Richtung Haidburg. Diese stellen aber keine Problemlösung dar, so Bürgermeister Petersen und weitere Gemeindevertreter.

In der Gemeinde gibt es augenblicklich zahlreiche Tiefbauarbeiten, wie von Drei Harden in der Wimmersbüller Straße oder für Stromleitungen im Süder- und Fasanenweg. Hier werden jeweils gleichzeitig Leerrohre für die Breitbandversorgung mitverlegt, deren Bauarbeiten ebenfalls im westlichen Dorfgebiet laufen. Dem Antrag, ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet als Wohnmobilstellplatz auszuweisen, hatte die Gemeindevertretung nicht zugestimmt, um nicht mit künftigen Handwerksbetrieben zu kollidieren.

Vom Förderverein Deutsche Rettungsflugwacht lag ein Antrag auf eine Dauerspende vor. Die Vertreter entschieden jedoch einstimmig diesem zunächst einmalig einen Betrag von 500 Euro, zweckgebunden für die Station in Niebüll, zur Verfügung zu stellen. Der neue Förderverein „Residenz an der Düne“ in Süderlügum bekommt eine Spende von 250 Euro. Mehrere Gullydeckel im Gemeindegebiet müssen ausgebessert werden. Zudem wurde der Wahlausschuss für die Bundestagswahl im September benannt. Lobend erwähnte Bürgermeister Petersen die vielen Veranstaltungen der zahlreichen engagierten Vereine im Ort.





 

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