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Nordfriesland Tageblatt

17. August 2017 | 08:09 Uhr

Gemeinde plant neues Gerätehaus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Laut Schätzung könnte der angestrebte Neubau der Fehlbetragsgemeinde 910 000 Euro kosten

Reichlich Gesprächsstoff gab es jüngst bei der Gemeindevertretersitzung im „Kirchspielkrug“. Ob die Gemeinde etwas dagegen habe, wenn der TSV Ladelund wieder einen Triathlon veranstalte, wurden die Kommunalpolitiker gefragt. Ein neues, vom Vorsitzenden des Sportvereins erläutertes Konzept zielt darauf ab, die Veranstaltung wieder zu einer Ladelunder Angelegenheit zu machen und die „Profis“ nur noch eine untergeordnete Rolle spielen zu lassen. Für den Fall, dass die Freiwillige Feuerwehr Ladelund die Absperrungsarbeiten übernehmen sollte, wurde den Streckenposten tatkräftige Unterstützung durch Angehörige des TSV zugesichert. Bürgermeister Rüdiger Brümmer erklärte, die Gemeindevertretung habe grundsätzlich keine Einwände gegen die Durchführung eines Triathlons. Der Ortswehrführer merkte an, dass aber, falls für die mit der Absicherung befassten Feuerwehrkameraden Dienst angeordnet werde, die Gebührensatzung zur Anwendung komme. Man einigte sich auf weitere Gespräche zur Klärung der Frage, ob sich genügend Feuerwehrmitglieder bereit finden werden, die Veranstaltung ehrenamtlich zu unterstützen, wodurch die Gebühren entfallen würden.

Aufgrund eines Prüfungsberichtes und der Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse plant die Gemeinde Ladelund den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf einem noch zu erwerbenden Grundstück in der „Raiffeisenstraße“. Die dabei anfallen Kosten werden sich laut Schätzung eines Architekturbüros auf rund 855  000 Euro zuzüglich 55  000 Euro für den Grunderwerb, somit insgesamt auf einen Betrag in Höhe von 910  000 Euro belaufen. Dies bewog die Gemeindevertetung zur Aufstellung des 1. Nachtragshaushaltsplanes 2015. Als Fehlbetragsgemeinde kann Ladelund den Neubau nur durch Inanspruchnahme einer Sonderbedarfszuweisung finanzieren, über deren Höhe jedoch erst noch entschieden werden muss. Das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein und die Kommunalaufsicht des Kreises hatten empfohlen, bei dem Erlass des Nachtragshaushaltes und dessen Satzung die Aufnahme eines zinsgünstigen KfW-Darlehens in der erforderlichen Höhe einzuplanen. Einstimmig folgte die Gemeindevertretung diesem Vorschlag.

Da die Gemeinden Ladelund und Karlum die Erstellung eines gemeindeübergreifenden Windparks planen, gilt es für sie, die erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Die vorgesehenen Standorte der Windkraftanlagen liegen in deinen Eignungsgebiet, auf dem gemäß Teilfortschreibung des Regionalplanes für den Planungsraum V nur Windkraftanlagen für Test- und Forschungszwecke erreichtet werden dürfen. Nachdem inzwischen das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Teilfortschreibung der Regionalpläne I und III und somit die Ausweisung von Windeignungsgebieten für unwirksam erklärt hat, soll nunmehr im Rahmen eines Zielabweichungsverfahrens die Änderung der Darstellung eines „Eignungsgebietes für Test- und Forschungszwecke“ in ein reguläres „Eignungsgebiet für Windenergieanlagen“ beantragt werden. Dadurch möchte man die Möglichkeit absichern, nach Eintritt der Rechtskraft des Gerichtsurteils in der Gemeinde Ladelund Windstromaggregate zu errichten. Deshalb fassten die Gemeindevertreter den einstimmigen Beschluss, beim Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein die Durchführung eines Zielabweichungsverfahrens für das Gebiet südlich der „Karlumer Straße“ (Landstraße 3), westlich der „Achtruper Straße“ (L 245)nördlich und östlich der Grenze zur Gemeinde Karlum zu beantragen. Die Antragstellung und Übernahme eventueller Kosten soll durch die Bürgerwindpark Brebek GmbH & Co.KG erfolgen.

Einer vorbereiteten öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Ladelund und dem Bürgerwindpark Brebek bezüglich der Errichtung von Windkraftanlagen (Schaffung eines bauplanerischen Konsenses der Beteiligten) wurde einstimmig zugestimmt.

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erstellt am 31.Mär.2015 | 11:56 Uhr

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