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Sprecher für Menschen ab 60 Jahren : Gemeinde Leck wählt neuen Seniorenbeirat

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mitglieder wollen sich dafür stark machen, dass Bahnhöfe und Supermärkte auch für Rollstuhlfahrer passierbar sind.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 10:39 Uhr

Die Gemeinde Leck hat einen neuen Seniorenbeirat: Das Gremium hat sich am Dienstagabend im Rathaus konstituiert. Per Handschlag verpflichtete Bürgervorsteherin Sabine Detert die fünf Mitglieder, die künftig die Belange der Generation 60plus vertreten sollen – insbesondere in beratenden Stellungnahmen und Empfehlungen für die Gemeindevertretung.

Das Gremium präsentiert sich als eine Mischung aus erfahrenen und neuen Mitgliedern. Dem Seniorenbeirat erhalten bleiben Jochen Kleiber, der als Vorsitzender wiedergewählt wurde, und Horst Hintze, der ebenfalls seinen Posten als stellvertretender Vorsitzender behält. „Es ist schön, dass wir nicht mehr nur als Zwei-Mann-Betrieb tätig sein müssen“, freute sich der Vorsitzende; Kleiber und Hintze waren zuletzt die einzigen Mitglieder. Neu im Seniorenbeirat sind Heinrich Gilde und Karl-Christian Springer sowie Jutta Timm, die als Schriftführerin gewählt wurde.

Die neue weibliche Verstärkung im Gremium hatte gleich einige Fragen und Anregungen zum ersten Treffen mitgebracht. „Ich kenne Sie ja alle noch gar nicht, da kann ich auch niemanden wählen“, sagte Jutta Timm, woraufhin eine kurze Vorstellungsrunde stattfand. Sie selbst sei vor einigen Jahren nach Leck gezogen und wolle sich nun einbringen, sagte die 69-Jährige, die unter anderem in der Pflege gearbeitet hat. „Ich bin bisher nur Nutznießer in der Gemeinde gewesen“, sagte Heinrich Gilde (65) – jetzt hoffe er, etwas zurückgeben zu können.

Als politisch sehr interessiert bezeichnete sich Karl-Christian Springer (66): „Kommunalpolitik ist mein Hobby.“ Jochen Kleiber und Horst Hintze betonten beide ihre bereits 13-jährige Zugehörigkeit zum Gremium in Leck und dass sie sich sogar auf Kreisebene als Vorsitzender (Kleiber) und stellvertretender Vorsitzender (Hintze) für die Senioren einsetzten.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagte Bürgervorsteherin Sabine Detert. Seit 1995 gebe es den Beirat, der sich vielfältig für die Belange der Senioren eingesetzt habe. „Die Beratungsfunktion erstreckt sich insbesondere auf die Bereiche Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit der älteren Bürgerinnen und Bürger“, zitierte Detert aus der Gemeindesatzung.

Der Begriff „Barrierefreiheit“ finde sich zwar nicht explizit in der mehr als 20 Jahre alten Satzung, sei aber für Mütter mit Kinderwagen ebenso wichtig. „In den Sitzungen wird dem Seniorenbeirat das Wort weiterhin sehr gerne erteilt“, sagte die Bürgervorsteherin, regte jedoch auch an, den Lokalpolitikern komplexere Themen vorab zur Kenntnis zu geben.

Der Bedarf für einen Seniorenbeirat steht für den neuen und alten Vorsitzende außer Frage: „Die Menschen werden immer älter, gebrechlicher und unwissender.“ Zum Abschluss führte er ein Gleichnis von einem Vater an, der seinen Söhnen einzelne Pfeile gab und sie anwies, sie zu zerbrechen. Was bei den einzelnen Pfeilen gelang, gestaltete sich bei einem Bündel von Pfeilen im Köcher als unmöglich: „Denn nur gemeinsam ist man stark“, so Kleiber.

An Bewährtem wird auch in der erweiterten Besetzung festgehalten. An jedem zweiten Dienstag im Monat (15 Uhr, ehemaliges Trauzimmer im Rathaus) bietet der Seniorenbeirat gemeinsam mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, eine Sprechstunde an.

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