Ladelund : Gemeinde kompetent vorangebracht

Manfred Oechsle wurde zum Ehrenbürgermeister  ernannt Foto: ji
Manfred Oechsle wurde zum Ehrenbürgermeister ernannt Foto: ji

Nun ist er Ehrenbürgermeister. Nach 26 Jahren wurde Bürgermeister Manfred Oechsle feierlich verabschiedet. Mitarbeiter schenkten ihm zum Dank einen Computer.

Avatar_shz von
07. Juli 2008, 06:59 Uhr

Ladelund | Mit der Ernennung zum Ehrenbürgermeister hat die Gemeinde Ladelund das langjährige ehrenamtliche Engagement von Altbürgermeister Manfred Oechsle gewürdigt. Die Urkunde und ein Abschiedsgeschenk wurden Manfred Oechsle, der 30 Jahre Gemeindevertreter und 26 Jahre Bürgermeister war, bei einem Empfang im "Kirchspielkrug" überreicht.

Um den jüngsten Gästen des Empfangs, zehn Zweitklässlern der Grundschule Ladelund, längeres Warten zu ersparen, durften diese unter der Leitung von Daniela Friedrich als erste Glückwünsche zum Eintritt Oechsles in den Ruhestand vortragen, was in Form instrumental begleiteter Bewegungslieder in anrührender Weise geschah.

Schulleiterin Maren Jappsen-Godbersen fasste den Dank der Schule in Worte. "Sie haben sich dankenswerterweise stets für die Belange unserer Schule eingesetzt und für die Jugend jederzeit ein offenes Ohr gehabt."
Hardware fürs Heimbüro

Bürgermeister Rüdiger Brümmer sprach Manfred Oechsles zahlreichen und vielseitigen Verdienste an und überreichte ihm unter dem Beifall der Versammelten im Namen der Gemeinde Ladelund zwei Urkunden. Die erste drückte den Dank für die drei Jahrzehnte der Mitarbeit in der Gemeindevertretung, die zweite die Ernennung zum Ehrenbürgermeister aus. Als Beigabe fügte er einen von Oechsles bisherigen Mitarbeitern gespendeten Computer hinzu, "damit Du Dir jetzt in Deinem Hause ein neues Büro einrichten kannst."
Als erster von zahlreichen Grußrednern meldete sich MdB Ingbert Liebing zu Wort, der als CDU-Kreisvorsitzender Manfred Oechsles Verdienste um die Kommunalverwaltung und Parteiarbeit gebührend würdigte und ihm auch in menschlicher Hinsicht ein hervorragendes Zeugnis ausstellte. Peter Petersen (Enge-Sande), der bis zur Auflösung des Amtes Karrharde diesem vorstand, dankte seinem einstigen zweiten Stellvertreter für vertrauensvolle Zusammenarbeit und rief in Erinnerung, dass dieser für seine herausragenden Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung im Jahre 2006 mit der "Freiherr vom Stein-Medaille" ausgezeichnet wurde.
Dank aus dem holländischen Putten
Gemeindewehrführer Ingwer Christophersen wies darauf hin, dass Manfred Oechsle sich stets für alle drei Ortswehren (Bramstedtlund, Ladelund und Westre) gleichermaßen stark gemacht habe und deshalb 2004 zu Recht mit der Feuerwehr-Ehrenmedaille des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Im Namen der SPD würdigte deren Fraktionsvorsitzender Hans-Heinrich Petersen den bisherigen Bürgermeister als "Visionär", der durch beharrlichen Einsatz und viel Sachkompetenz im Umgang mit Finanzen und den für die Gewährung von Zuschüssen zuständigen Behörden maßgeblich dazu beigetragen habe, dass Ladelund eine zentrale Kläranlage, ein modernes Naturbad, ein Jugend- und Sportheim, ein vorbildlich ausgestattetes Dienstleistungszentrum ("Markt Treff"), das "Jugendzentrum Alte Meierei (JAM"), den "Kirchspielkrug" und vielerlei gemeinnützige Einrichtungen mehr vorweisen könne.
Wilfried Dix sprach im Namen der im Ortskulturring Ladelund zusammengefassten Vereine Dank und gute Wünsche aus, woraufhin nahezu alle Vereine und Verbände noch gesonderte Grüße übermittelten. Pastor Hans-Joachim Stuck hob als Repräsentant der Kirchengemeinde St.-Petri den - stets durch eine Prise Humor gewürzten - Optimismus von Manfred Oechsle hervor. Karin Penno-Burmeister, Leiterin der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, verlas einen einfühlsam verfassten Brief des Bürgermeisters der holländischen Stadt Putten, Jan van Putten. Darin dankte er seinem einstigen deutschen Amtskollegen für dessen Beiträge zur "Versöhnung über den Gräbern auf der Basis des christlichen Glaubens."

" Großen Orden am Bande" gabs auf dem Thron

Bei der abendlichen Verabschiedung des Ehrenbürgermeisters konnten sie nicht dabei sein. Deshalb nahmen die Jungen und Mädchen des Kindergartens am folgenden Vormittag auf ihre Weise Abschied von ihrem "großen Freund". Nachdem sie erfolgreich erkundet hatten, dass Manfred Oechsle und seine Ehefrau Karin zu Hause waren, schwärmte eine Gruppe aus, um das total überraschte Paar von seinem Zuhause abzuholen.
Am Kindergarten hatten die anderen Kinder bereits ein Spalier gebildet, das ihre Gäste nunmehr durchschreiten durften. Der "pensionierte" Bürgermeister erhielt einen "Thron" als Ehrenplatz zugewiesen, von wo aus er ein eigens für ihn einstudiertes Programm aus fröhlichen Liedern und Tänzen verfolgen konnte. Die Leiterin des Kindergartens, Edelgard Nissen, nahm - zugleich im Namen ihrer Mitarbeiterinnen - die Gelegenheit wahr, dem bisherigen Bürgermeister Dank zu sagen. Dies habe einen "großen Orden am Bande" verdient, sagte Edelgard Nissen und hängte Oechsle einen solchen um den Hals. Die Kinder schenkten dem sichtlich gerührten Ehrenbürgermeister einen Rosenbaum, den sie mit vielen guten Wünschen behängten: "Ich wünsche Dir, dass Du gesund bleibst, ... viel Zeit zum Lesen hast, ... Deine Frau immer gut für Dich kocht".

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen