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Gemeinde kann Energiekosten um ein Drittel senken

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Energetische Sanierungsmaßnahmen an mehreren Gebäuden in Leck zeigen eine deutliche Wirkung

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2015 | 11:06 Uhr

Die energetischen Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Gebäuden in Leck zeigen Wirkung: Mit einem Zahlenwerk verdeutlichte Udo Schmäschke vom Amt Südtondern, wie sich das in bare Münzen auszahlt. „In den vergangenen fünf Jahren konnten wir die Energiekosten um fast ein Drittel senken. Wir sind auf dem richtigen Weg“, zog der Vorsitzende des Infrastruktur- und Umweltausschusses, Roland Mader, Fazit.

Trotz unterschiedlich kalter Winter und Preissteigerungen gehen die Energieverbräuche und Kosten für die Gemeinde in den Keller. „Die Investitionen tragen Früchte“, sagte der Fachbereichsleiter Bauen, Planen, Liegenschaften und Ordnungsangelegenheiten, Udo Schmäschke. Nach der Sanierung der Nordfrieslandhalle reduzierte sich der Energieverbrauch von 577 Megawattstunden im Jahre 2010 auf 216 Megawattstunden in 2014, die Stromkosten halbierten sich fast von knapp 25  000 Euro auf knapp 13  000 Euro. In der Grundschule wurden bis dato 800 bis 900  000 Stunden Wärme verbraucht. Weil diese Gebäudesanierung erst voriges Jahr abgeschlossen wurde, liegen noch keine relevanten Zahlen vor, doch das Einsparpotenzial deutet sich bereits an. „Der Wärmeverbrauch wird sich zwischen 400- und 500  000 Stunden einpendeln“, prognostizierte Udo Schmäschke.

Weniger drastisch verringerten sich die Kosten bei der Gemeinschaftsschule. Der Grund: Der komplette Hauptschulteil und der nördliche Block der Realschule wurden nicht gleich mitsaniert. Das ist erst für das nächste Jahr vorgesehen. Außerdem ist die Schule flächenmäßig größer geworden. Die Stromkosten für die Süderholzhalle und die Frieda-Erichson-Schule wurden bisher über die Gemeinschaftsschule abgerechnet und lediglich geschätzt. Eine Trennung der Stromkästen soll hier Klarheit schaffen. In seiner Liste ausgeklammert hatte Udo Schmäschke die Straßenbeleuchtung: „Die Umstellung auf LED wird künftig ein Thema sein. Immerhin verfügt Leck über 1200 Leuchten“. Bereits vorgesehen ist das Austauschen von weiteren 34 Fenstern im Rathaus gegen eine zeitgemäße, wärmedämmende Verglasung.

Der Fachbereichsleiter informierte darüber, dass im Amt Südtondern eine halbe Technikerstelle für qualifiziertes Gebäude- und Energiemanagement eingerichtet wird. Sanierungsbedarfe sollen aufgezeigt, systematisch sämtliche Verbrauchswerte (Strom, Wärme, Wasser) erfasst und Schwachpunkte überprüft werden. „Die erste Kommune, in der wir das umsetzen wollen, ist Leck. Das hat also einen Modell-Charakter“, erklärte dazu Schmäschke.


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