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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 07:48 Uhr

Gemeinde investiert im großen Umfang

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Aufgrund der hohen Gewerbesteuereinnahmen steht Braderup Geld für ein neues Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung

von
erstellt am 31.Jan.2014 | 18:26 Uhr

Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung stellte Finanzausschussvorsitzender Frank Dallüge den Braderuper Haushaltsplan für 2014 vor. Die Zahlen machten deutlich, dass sich die Bewohner um die Zukunft ihres Dorfes keine Sorgen zu machen brauchen, denn dank ihrer beiden Windparks sprudeln die Gewerbesteuereinnahmen beinahe märchenhaft. In diesem Jahr werden 480 000 Euro erwartet. Die liquiden Mittel der Kommune haben sich von 2012 um rund 500 000 Euro auf zurzeit 1 674 000 Euro erhöht. Ein neues Dorfgemeinschaftshaus (Gemeindezentrum), das schon lange im Gespräch ist, rückt daher in greifbare Nähe. Es soll in Richtung Norden zwischen Norderstraße 6 und Alter Landweg 1 entstehen.

Gegenüber des Alten Landweges gen Süden beim Bolzplatz ist eine Bebauung mit Einfamilienhäusern vorgesehen. Der Bolzplatz wird auf die gegenüberliegende Seite Richtung Wäldchen an der Ringreiterfenne verlegt. Für das neue Dorfgemeinschaftshaus wurden 770 000 Euro in den Haushaltsplan 2014 gestellt. Auch die Feuerwehr kann sich freuen. Sie wird im nächsten Jahr ein neues Löschfahrzeug erhalten, da das alte in die Jahre gekommen ist. Insgesamt investiert die Gemeinde in diesem Jahr 907 500 Euro. Ein weiterer größerer Posten ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit einem Kostenvolumen in Höhe von 17 000 Euro. Neue Orts- und Begrüßungstafeln und die Umrüstung auf Digitalfunk der Feuerwehr werden jeweils rund 8000 Euro kosten. Den Erwerb von unbebauten Grundstücken lässt sich die Kommune 100 000 Euro kosten.

Die gute finanzielle Situation soll den 653 Einwohnern im nächsten Jahr eine Steuererleichterung bescheren, da der Finanzausschuss dem Gemeinderat empfiehlt, die Hebesätze von zurzeit 260 Prozent für die Grundsteuern A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) und B (Grundstücke) zu reduzieren. Die Gewerbesteuer liegt unverändert bei 380 Prozent.

Die Jahresrechnung 2013 schließt mit einem Überschuss in Höhe von 450 000 Euro. Aufgrund der starken Finanzkraft in Braderup werden die Umlagen wie Gewerbesteuer-, Kreis- und Amtsumlage von 360 000 Euro in 2013 um 24,2 Prozent auf voraussichtlich 447 000 Euro in diesem Jahr steigen.

Weitere Pflichtausgaben stellen mit 110 300 Euro die Schulkosten für die momentan 56 Schüler dar. Für die zehn Kindergartenkinder fallen 35 200 Euro an. Einigkeit besteht im Gemeinderat, dass der Familienzuschuss in Höhe von 100 Euro pro Kind und Jahr (bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres) auch in diesem Jahr gezahlt werden soll.

Ein Einwohner der Gemeinde erkundigte sich während der Fragestunde nach dem Stand der Breitbandversorgung. „Braderup gehört zu den nächsten Gemeinden, die angeschlossen werden“, antwortete Bürgermeister Holger Lassen. „Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr mit den Arbeiten im Dorf begonnen wird.“

Im Gemeindewald, in dem die Orkane gewütet haben, steht den Bürgern Holz zur Verfügung, hieß es im weiteren Verlauf der Sitzung. Interessenten sollten sich beim Bürgermeister melden. Rund 20 Haushalte wollen sich im östlichen Teil des Ortes mit Fernwärme anschließen lassen. Der Bürgermeister teilte ferner mit, dass die Straßenreinigungssatzung inzwischen überarbeitet wurde. Er erinnerte eindrücklich daran, dass sich jeder Einwohner nach dieser Satzung zu richten habe und verpflichtet sei, den Gehweg vor seinem Haus von Laub und Schnee zu befreien.

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