zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 16:32 Uhr

Gemeinde braucht Sponsoren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Für die Anschaffung eines dringend benötigten Feuerwehrfahrzeuges hofft Karlum auf finanzielle Zuschüsse

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 18:49 Uhr

Die Gemeindevertreter stellten sich jüngst die Frage, ob man die Aufgabe der Abwasserentsorgung dem „Wasserbeschaffungsverband (WBV) Drei Harden“ übertragen soll. Als Geschäftsführer des Verbandes erläuterte Heiko Thede die vorläufige Übertragungsbilanz. Aus dieser geht hervor, dass die Gemeinde Karlum gegebenenfalls dem WBV die angesammelten Rücklagen zuzüglich rund 12 000 Euro auszahlen müsse. Es wurden im Bereich der Abwasserentsorgung rund 40 000 Euro an Abschreibungsrücklagen berücksichtigt, die als liquide Mittel in die Eröffnungsbilanz eingeflossen sind und inzwischen größtenteils verbraucht wurden. Also ist davon auszugehen, dass die Gemeinde Karlum im Falle der Aufgabenübertragung für diese knapp 52 000 Euro aufzubringen hat. Im Gegenzug ist sie aber befreit, sich um den Betrieb und die Pflege der Anlage zu kümmern. Der WBV Drei Harden ist daran gebunden, keine Gewinne zu erwirtschaften, deshalb seien Gebührenerhöhungen nicht zu befürchten. Am Ende wurde beschlossen, die Aufgabe der Abwasserbeseitigung auf den WBV Drei Harden zu übertragen.

Die Genossenschaft „eEmobile e.G.“ hatte um einen Zuschuss zwecks Förderung der Elektromobilität gebeten. Die Genossenschaft selbst verfügt über keine eigenen Einkünfte, hat dennoch maßgeblich dazu beigetragen, dass im hiesigen Bereich bislang 21 Lade-/Akkuwechselstationen für E-Bikes und E-Autos installiert wurden. Im Hinblick auf die Situation des eigenen Haushaltes lehnte die Gemeindevertretung den Antrag einstimmig ab.

Bürgermeister Werner Richardsen gab einen kurzen Sachstandsbericht zum Thema „Windtestfeld Nord“. Für die Finanzierung der Kabeltrasse werde versucht, eine Landesbürgschaft zu bekommen. In Karlum könnten maximal vier Windkraftanlagen installiert werden. „Mindestens zwei von diesen sind erforderlich, damit es sich rechnet“, so Bürgermeister Richardsen. Es lägen schon jetzt mehr Nachfragen als mögliche Angebote vor. Laut Auskunft der Bauverwaltung des Amtes Südtondern sei nach derzeitigem Stand eine Bauleitplanung für die Aufstellung der Testmühlen nicht erforderlich.

Im Anschluss befasste sich das Gremium mit dem Problem der Anschaffung eines neuen Feuerwehrlöschfahrzeugs. Wie Wehrführer Hermann Wannagat hierzu ausführte, sei das Vorhandene bereits 25 Jahre alt und technisch veraltet Dies entspreche bei weitem nicht mehr dem vom Brandschutzgesetz vorgeschriebenen Feuerwehrbedarfsplan. Die Anschaffungskosten taxierte er auf einen Betrag um 140 000 Euro. Es sei mit Zuschüssen in Höhe von 20 Prozent zu rechnen. Im Falle einer Sammelbestellung oder bei Anträgen einer Bedarfsgemeinde könnten weitere zehn Prozent an Fördermitteln gewährt werden. Schließlich einigten sich die Gemeindevertreter darauf, grundsätzlich ein neues Löschfahrzeug anschaffen zu wollen. Sie beauftragten das Amt Südtondern abzuklären, ob im laufenden oder nächsten Haushaltsjahr ein höherer Zuschuss als 20 Prozent erlangt werden könne.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen