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Geänderte Bebauungspläne : Gemeinde Bramstedtlund gesteht Häuslebauern mehr Gestaltungsspielraum zu

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Mitglieder der Gemeindevertretung waren sich einig: Farbliche Vorgaben für die Fassaden und Dachziegel sind veraltet.

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 03:09 Uhr

Bisher gelten in Bramstedtlund genaue Vorgaben, wie Häuser im Neubaugebiet nördlich der Norderstraße und der Straße Toft auszusehen haben: Symmetrische Sattel-Walm- oder Krüppelwalmdächer sind Pflicht, Dachpfannen sind nur in Rot, Braun, Grau und Schwarz, Fassaden nur in Rot, Rotbraun, Weiß, Gelb oder aus Holz  erlaubt. In Zukunft allerdings soll Häuslebauern mehr Gestaltungsspielraum zugestanden werden: In ihrer jüngsten Sitzung haben die Bramstedtlunder Gemeindevertreter beschlossen, dass durch eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 Bauwillige flexibler handeln können.

Bereits in der vorausgegangenen Gemeinderatssitzung im Mai war die Möglichkeit diskutiert worden, die Vorgaben zu lockern; jetzt war die Beratung und Beschlussfassung des Themas Tagesordnungspunkt. Denn: Es gibt Bauinteressenten für Grundstücke in der Gemeinde, die bezüglich Farbe der Dachziegel beziehungsweise Fassade oder Dachneigung andere Vorstellungen haben.


Bauaufsicht des Kreises soll vorab informiert werden


Deshalb haben die Gemeindevertreter einmütig beschlossen, die Festsetzungen flexibler zu gestalten und den Text des B-Planes zu ändern. „Alle Mitglieder der Gemeindevertretung sind sich einig, dass die Festsetzungen veraltet sind und farbliche Vorgaben für die Fassaden und Dachziegel nicht mehr gemacht werden sollten“, hieß es in der Sitzung. Auch die Vorgabe, dass Anbauten versetzt erfolgen müssten, erscheine entbehrlich und eine Mindestdachneigung von 25 Grad (statt bisher 35 Grad) sei ausreichend, heißt es weiter im Beschluss der Gemeindevertreter.

Mit der Änderung des Ursprungsbebauungsplanes, der Ausarbeitung des Planungsentwurfes sowie der Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger soll ein Planungsbüro beauftragt werden. Zudem soll die Bauaufsicht des Kreises vorab über die geplanten Änderungen informiert, damit diese gegebenenfalls bei Bauanträgen auch vor dem Satzungsbeschluss schon berücksichtigt werden können.


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