Gemeinde bangt um Fortbestand der Schulsozialarbeit

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05. Juni 2014, 14:42 Uhr

Wie geht es weiter mit der Schulsozialarbeit in Leck? Kann die Gemeinde die Kosten tragen, wenn sich der Bund, das Land und der Kreis immer mehr aus der Förderung zurückziehen? Im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Sport wurde heftig diskutiert und festgestellt: „Diese Arbeit ist elementar wichtig!“

Schon vor einem Jahr hatte das Thema Schulsozialarbeit hohe Wellen geschlagen, weil sich die „höheren Stellen“ mit ihren Zuschuss-Zusagen Zeit ließen. Damit das Personal reagieren kann beziehungsweise weiß, ob es weiter beschäftigt wird oder nicht, war eine Entscheidung der Gemeinde als Schulträger erforderlich. Die fiel positiv aus, und es flossen auch Zuschüsse. Nun ist es wieder soweit, keiner weiß nichts Genaues. Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn hat bereits in Kiel dem Bildungsministerium „auf die Füße“ getreten und deutlich aufgezeigt: „Die Gemeinde ist nicht im Stande, die Schulsozialarbeit komplett zu finanzieren.“ Ein Gespräch mit der Schulrätin ergab, dass im Haushaltsjahr 2014 noch der alte Satz (20 444 Euro) von den Mitteln, die sie in ihrer Funktion zu verteilen hat, nach Leck geht. Aber wie schaut es 2015 aus? Da sollen die Förderungen vom Land für die Sozialarbeit nicht mehr nach Schwerpunkten, sondern anteilmäßig an jede Schule verteilt werden. Der Bürgermeister befürchtet, dass die Schulsozialarbeit mit dem Schwerpunkt „Hand in Hand“ (Übergang Kita/Schule) ebenso gefährdet ist wie die allgemeine Schulsozialarbeit an der Grundschule an der Linde Leck/Außenstelle Enge-Sande. Die Gemeinde als Schulträger dieser Grundschule kann die Gesamtkosten nicht tragen. „Wir beteiligen uns schon zu 50 Prozent an der Sozialarbeit in der Gemeinschaftsschule und sind auch anteilig an den Kosten für die Sozialarbeit an der Friedrich-Paulsen-Schule gebunden“. Er forderte die Politiker im Fachausschuss auf, diese Thematik in die Fraktionen zu tragen und auch auf höheren Ebenen zu diskutieren. Die Schulsozialarbeit biete schnelle, unbürokratische Hilfe, wurde in diesem Gremium noch einmal deutlich gemacht, sie habe sich bewährt und sei aus heutiger Erfahrung zwingend notwendig. Langbehn ging noch weiter: „Wenn die Schulsozialarbeit, die viel abfedert, wegbricht, dann fliegt dem Kreis die Jugendhilfe um die Ohren, die die Probleme anderweitig lösen muss.“

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