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Nordfriesland Tageblatt

20. September 2017 | 18:30 Uhr

Gemeinde auf gutem Kurs

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2015 | 11:54 Uhr

Seit sieben Jahren gibt es das Baugebiet Mühlenfenne in Stedesand, bis 2016 sind alle Plätze vergeben. „Wir haben für die letzten beiden Grundstücke bereits Reservierungen“, erzählt Bürgermeister Stephan Koth. Und fügt an, dass er dies als eine gesunde Entwicklung für einen Ort ansieht. „Ich denke nicht, dass es gut ist, wenn eine Gemeinde ellenlange Wartelisten hat. Wer hier baut, hat es sich reiflich überlegt und bringt sich gerne in der Gemeinde ein“, sagt der Bürgermeister. Acht weitere Bauplätze in der Erweiterung zum jetzigen Gebiet sind derzeit in der Planung.

Es seien vor allem die Einheimischen, die hier in Haus bauen. „Vor ein paar Jahren war die Entscheidung, eine Kinderkrippe einzurichten, noch sehr mutig, denn damals hatte die Gemeinde kaum Kinder.“ Mittlerweile seien aber Kindergarten und Krippenplätze sehr gefragt und gut ausgelastet. Nicht alle Wohnungen im Baugebiet werden als Eigentum genutzt, teilweise stehen auch kleine Einheiten als Mietwohnungen zur Verfügung. „So können junge Leute oder Paare im Heimatort ihre erste gemeinsame Wohnung beziehen, das finde ich ganz toll“, freut sich der Bürgermeister.

Zwar gibt es im Ort selber keinen Kaufmann mehr, aber nahe gelegen in eigentlich jeder Himmelsrichtung finden sich Einkaufsmöglichkeiten. Stedesand ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort mit viel Grünfläche. Doch das beste Aushängeschild sei die tolle Gemeinschaft unter den Einwohnern. „Egal, was jemand machen möchte, er findet immer Gleichgesinnte“, erzählt Stephan Koth. Das Vereinsleben ist intensiv, der Sportverein und das DRK bieten zahlreiche Angebote für Jung und Alt und auch die Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen. Der Veranstaltungskalender von Stedesand sei das ganze Jahr über gut gefüllt mit Angeboten für die kleinen und großen Dorfbewohner.

Mit der Entscheidung, eine Kümmerin einzustellen, war Stedesand seinerzeit Vorreiter, berichtet der Bürgermeister stolz. Was damals eine gewagte Entscheidung zu sein schien, ist heute ein sehr erfolgreiches Projekt. Die Kümmerin, die mit Senioren Ämter oder Ärzte besucht oder auch nur für gemeinsame Spaziergänge gerne zur Verfügung steht, ist so ausgelastet, dass bereits eine zweite Dame eingestellt wurde. Mittlerweile kämen Anfragen aus anderen Gemeinden des Amtsbezirkes, die dieses Angebot ebenfalls einrichten wollen.

Ein weiterer Vorteil des Ortes Stedesand sei das schnelle Internet; ein Nachteil die B5, die das Dorf in zwei Teile schneidet, so der Bürgermeister.

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