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Konzert in Klanxbüll : Gelungenes Heimspiel für Inbetween

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Von "Maneater" bis "Sex machine": Die Funk- und Soulband Inbetween ließ im Charlottenhof stimmungsvoll den Sommer ausklingen.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Die Funk- und Soulband „Inbetween“ kam zum traditionellen Konzert nach Klanxbüll. Ein Treffen der Leute und Freunde aus der Umgebung: Hier kennt man sich bestens. Zeit zum Schnacken, Zeit zum Austausch. Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt plauderte mit der früheren Grünen-Abgeordneten Gesche Zimmermann, Unternehmer wie Oliver Werth oder Hermann Jordt klönten ebenso entspannt, wie der handballspielende Zahnarzt von nebenan oder die bewegungstüchtigen Geschäftsleute aus der Hauptstraße der ehemaligen Kreisstadt.

Saxophonistin Vera Hesse stellte zum Beginn des Konzerts fest, dass alle fortgeschrittenen Alters seien, sozusagen im Spätsommer des Lebens; oder eben „Inbetween“. Ein Aufruf, die Musik zu genießen, folgte von der Band, die sich sehr rar macht. Mehr als sechs Auftritte sind nicht drin; das hat auch Vorteile. Denn so lassen sich die Fortschritte deutlich erkennen – und „Inbetween“ hat nochmals einen großen Sprung nach vorn gemacht. Eine ganze Reihe neuer, alter Songs von Bill Withers, Toto, Steely Dan oder David Sanborn hatte man nahezu perfekt eingeübt und mit eigenem Drive versehen. Viel Raum nahmen dabei die US-Hitlieferanten Hall & Oates ein – zwischen Sommer 1981 bis Anfang 1985 schrieben sie die Song-Giganten „Maneater“ und „I Can´t Go For That“ (jeweils Platz 1 in den USA).


Mit Gaststar Birga Görtz


Ungewöhnlich kam Sashas beziehungsweise Sarah Connors „From zero to hero“ herüber; eine Form der modernen Volksmusik, die Bassist Claus Jannichsen angeblich so schätzt. So frech ätzte Moderatorin Vera Hesse charmant und unterhaltsam während des ganzen Abends. Die Musik der 80-er Jahre wurden vom Publikum noch weitgehend ruhig goutiert, nach der Pause ging die Party erst richtig ab. Ausnahme natürlich Sänger Frank Gerson, der sein Sportprogramm auf die Bühne verlegt hatte. Der springfreudige Gummiball in knapper, gelber Hose nötigte sogar anwesenden Sportpädagoginnen Respekt ab.

Schweißgebadet kam er im neuen Glitzerlook zurück, rief gemeinsam mit seinen Bandmitgliedern nach dem „Bad girl“. Dieses noch unbekannte Flensburger Schmuckstück hatte sich auf der Tribüne versteckt und bahnte sich mit fetzigem Antwortgesang den Weg durch die wogenden Massen. Die Zuschauer gaben jegliche Zurückhaltung auf und feierten den Gaststar: Birga Görtz, Vokalistin und Saxophonistin, für „Inbetween“ entdeckt auf der Jamsession in Dollerup. Die Tanzfläche war bei (diesem) „Cosmic Girl“ freigegeben. Birga und Frank fügten sich zum kongenialen Sangespärchen. Einfach super!

„Say it isn’t so!“, ein „Tussi-ins-Bett-bring“-Song, gab allen eine kurze Erholung, ehe die Schlussrunde mit „Unchain my heart“ und „Sex machine“ eingeläutet wurde. Die Abstimmung, ob Birga künftig bleiben solle, fiel einstimmig aus. Viel Beifall für alle: Denn gut in Form waren die Gitarristen Peter Lipp oder Boy Oldigs. Zurückhaltend, aber tragende Säule, Hans Jürgen Jannichsen am Keyboard. Der souveräne Schlagzeuger Reinhard Ott durfte immer mal wieder den Sänger geben. Inbetween schafft es, sich immer wieder neu zu erfinden. Das macht den Reiz aus, der Truppe zuzuhören.

 

 

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