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Abschied : Gelungener Querschnitt durch ein vielseitiges Repertoire

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach 15 Jahren: Das Saxophon-Ensemble „Quintessenz“ hat sich mit einem Konzert in der Niebüller Christuskirche verabschiedet.

Auf nachhaltig beeindruckende Weise hat sich das weithin bekannt gewordene Saxophon-Ensemble „Quintessenz“ mit einem Konzert in der Niebüller Christuskirche verabschiedet. Die vor 15 Jahren in Niebüll gegründete Gruppe hat sich wegen Fortzugs seines musikalischen Chefs, Detlef Eulenberger, aufgelöst.

Die Hobby-Instrumentalisten Burkhard Urban (Sopran), Stefanie Brodersen (Alt), Dr. Sabine Menke (Tenor) sowie Detlef Eulenberger (Bariton, Sopranino und Leitung) führten ihren zahlreichen Zuhörern einen Querschnitt durch ihr vielseitiges Repertoire vor Ohren: eine Auswahl aus rund 100 Musiktiteln aller Stilrichtungen. Durch das Programm führte Lars Brodersen als wortgewandter Moderator. Der Name der Gruppe gründete sich auf drei Aspekte. Zum einen hatte man zu fünft begonnen, in den vergangenen zehn Jahren jedoch als Quartett musiziert. Zum anderen sind die Saxophone in Abständen von Quinten gestimmt, und schließlich hatte man sich vorgenommen, aus jeder Art von Musik das Wesentliche herauszuarbeiten. 2004 schied Andrea Bockholt aus und wurde Henning Philipsen durch Dr. Sabine Menke ersetzt. Insgesamt hatte „Quintessenz“ genau 68 Auftritte absolviert.

Zum Auftakt des Konzerts erklang das festliche „Prélude“ aus dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier, allgemein bekannt geworden als „Eurovisions-Hymne“. Es folgte der einzige E-Musik-Beitrag des Abends: die streng kontrapunktisch gesetzte „Fuga in Es-Dur“ von Johann Sebastian Bach.

Derweil trat die Altsaxophonistin Andrea Bockholt als Gast zum Quartett hinzu, um dieses bei drei Poptiteln aus der Anfangszeit des Ensembles zu unterstützen. Von diesen erklang „Yellow Bird“ besonders beeindruckend. Das Quartett wies sodann nach, dass es sich auch in den Bereichen der Klezmer, des Rags und der Gospels musikalisch zu Hause fühlte, wenngleich sich deutlich abzeichnete, dass es sich im Jazz und Swing am stärksten „zu Hause“ fühlte.

Überraschend trat plötzlich eine Gruppe von Mitgliedern des Orchesters „Saxophanten“ in Erscheinung, indem sie Regenschirme durch das Kirchenschiff trugen, nachdem sie Detlef Eulenberger und dessen Ehefrau Ellen aufgefordert hatten, „zum Schutze gegen fallende Tränen“ unter einem Schirm Platz zu nehmen. Derweil zelebrierten die drei verbliebenen Saxophonisten des Quartetts im Triosatz den Folk-Song „Tear Drops“.

Am Ende spendete das begeisterte Publikum stehend Beifall und erklatschte sich hartnäckig noch mehrere Zugaben.

 



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erstellt am 14.Feb.2014 | 12:36 Uhr

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